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Die „Veste zu der Reuth“

Über drei Jahrhunderte böhmisches Kronlehen im Heiligen Römischen Reich

„Ich Otte Trawtenberger von der Reut, tun chunt, allen dan di disen prif sehent, horent, oder lesent, daz mir der Erberge mein gnediger Her der abt Johans des closters ze Waltsassen, daz gut, und die leut seins closters zu Lengenvelt und zu der Rotenpuerge, empfohlen hat zu trewer hant, daz ich daz gut, und die leut befriden, und beschuetzen schol vor aller menchleichen, noch mein trewen, und schol darumb, nicht anders muten, und nehmen, den ens gwoeleichen voyt futers, und der weysaet, und wen, mein vorgenanter gnediger Her der abt und sein Samnuge ze Waltsassen die pflechnuesse vordern an mir, und si widerhaben wellen, so schol ich ir abetreten, und in si wideraufgeben on alle geverde, also, daz weder ich, noch mein erben, noch chain mein vreunt chainnerlay ansprach, daran und darnach schullen haben, und daz di rede stets und gantz beleib, gib ich in diesen prif versigelt mit meim insigel, und daz ist geschehen, do man zalt von Cristes gepurt, Drevzehenhvndert Jar, vnd in dem Siben vnd Dreysigsten Jar, an sent Jacobs tag.“

Der Burgherr von Reuth, Otto von Trautenberg, bestätigt in dieser von ihm ausgestellten Urkunde vom 25. Juli 1337, am Tag des Apostels Jakobus d. Ä., dass er von Abt Johannes IV. von Waldsassen für die dem Zisterzienserkloster gehörenden Orte Lengenfeld und Rothenbürg (beide bei Tirschenreuth) das Vogtamt erhalten hat. Als Inhaber der Vogtei ist er weltlicher Schutzherr dieser beiden klösterlichen Besitzungen und hat dort auch Gericht zu halten über Auseinandersetzungen der Bauern bzw. der Dorfbewohner untereinander. Otto erhält als Entschädigung für diese Dienste das Vogtfutter (eine Haferabgabe) und Weysaet (eine Abgabe in Naturalien oder Geld). Sollte die Abtei das Vogtamt zurückfordern bzw. einem anderen weltlichen Herrn übertragen wollen, so versichert Otto, das zu respektieren und dass die Erklärung auch für seine Erben verbindlich ist. Als die Burg Reuth in der oben zitierten spätmittelalterlichen Urkunde erstmals (indirekt) erwähnt wird, bestand der Ort Reuth schon seit dem Hochmittelalter, da er bereits im Jahre 1285 im bayerischen Herzogsurbar erscheint. Die Forschung hat nachgewiesen, dass die Orte mit dem Namen „–reuth“ während der großen europäischen Dynamik des Landesausbaus und der Urbanisierung im Hochmittelalter durch die Rodung des Waldes entstanden sind (Rodungssiedlungen). Der Begriff „veste“ bedeutet in den deutschsprachigen Quellen des Hoch- und Spätmittelalters nichts anderes als „Burg“.

Das Geschlecht der Trautenberger erscheint erstmals 1244 mit Marquard Trautenberger. Im späten Mittelalter zählten die Trautenberger von Reuth zum Territorial- bzw. Niederadel. Der Aufstieg in den niederen Adel erfolgte bei den meisten während des hohen Mittelalters, als sie mehrheitlich noch unfreie Dienstmannen (Ministerialen) eines mächtigen Herrn gewesen sind. Bei den Ministerialen handelte es sich um besonders tüchtige und qualifizierte Unfreie, die von ihrem Herrn für Aufgaben bei Hofe, zum Kriegsdienst als Panzerreiter oder zur Burghut herangezogen wurden. Man kann sie daher als „gehobene Unfreie“ bezeichnen. Sie brauchten im Gegensatz zum klassischen Unfreien keine schwere Arbeit verrichten. Aber auch sie zählten zum Hörigenverband ihres jeweiligen Herrn (König, Bischof, Kloster, Herzog oder Graf) und waren diesem ganz unterworfen; sie konnten bei Verfehlungen jederzeit ausgetauscht und bestraft werden. Sie waren allerdings auch die großen sozialen Aufsteiger im Mittelalter.

Wenn einer der Großen im mittelalterlichen deutschen Königreich (lat. regnum Teutonicum), wie der hiesige Markgraf des Nordgau, Diepold III., im 12. Jahrhundert sein Gebiet sichern wollte, so ließ er Burgen bauen und besetzte sie mit seinen unfreien Ministerialen. Er vergab die Burgen also nicht unbedingt als Lehen an Adlige, da diese Güter mit der Zeit erblich und dem Lehnsherrn oft entfremdet wurden, sondern ließ sie durch von ihm abhängige unfreie Dienstmannen verwalten, da beim Adel neben der erwähnten Erblichkeit der Lehen die Gefahr bestand, dass diese den verliehenen Grund und Boden mit der Zeit gar als ihr Eigen (Allod) betrachteten. Die Ministerialen erhielten zunächst also nur Dienstlehen und keine echten Lehen – sie konnten ihnen jederzeit wieder entzogen werden. Unfreie Dienstmannen waren eine deutsche Besonderheit im Früh- und Hochmittelalter; in den anderen europäischen Reichen gab es sie nicht in dieser Form. In den Heeresaufgeboten ihrer hochadligen Herren (Kaiser/König, Bischof, Kloster, Herzog, Graf) machten sie den Großteil der Panzerreiter aus.

Trotz der erwähnten Einschränkungen konnten die Ministerialen aufgrund ihrer Stellung schnell mächtig und bedeutend werden und strebten, da sie ja meist noch unfrei waren und dies mit ihrer errungenen Stellung in Widerspruch stand, nun ihrerseits in den Adels- und Ritterstand. Etwa Mitte des 13. Jahrhunderts hatten sie es geschafft. Diese Familien bildeten im späten Mittelalter den Großteil des niederen Adels auf dem Land und in den Städten. Den Auftrag hier zu roden und eine Siedlung östlich der Furt des heutigen Heinbaches anzulegen konnten die Trautenberger – sofern sie es waren – nur aufgrund einer herrschaftlichen Anordnung erhalten haben. Nach vereinzelten Rodungen im 10. Jahrhundert in anderen Landschaften des damals im Entstehen begriffenen deutschen Königreiches unter den ottonischen Herrschern, deren Orte auf –igerode enden, begann die große Epoche des Landesausbaus im Hochmittelalter vom 11. bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. Grund war ein massiver Bevölkerungsanstieg im hohen Mittelalter aufgrund verbesserter Anbaumethoden. Es handelte sich jetzt nicht nur um die Anlage einzelner Siedlungen, sondern um Ausbau und Planung mit vorheriger Landvermessung, so Ernst Schubert, Alltag im Mittelalter, Darmstadt 2002, S. 42. Im mittelalterlichen Deutschland wurde eine Waldfläche von der Größe Englands gerodet; auch der Großteil der deutschen Städte, rund 4.000 an der Zahl, ist damals entstanden. Das alles konnte freilich nur der weltliche und geistliche Hochadel bewerkstelligen.

Wer aber war es, dem Reuth seine Existenz verdankt und der hier die Rodung und vielleicht schon die Anlage einer Burg oder zumindest eines befestigten Herrenhofes in Auftrag gab? Dies könnte bei uns im 12. Jahrhundert der mächtige Graf von Sulzbach oder auch sein Konkurrent, der ebenso mächtige Markgraf des bayerischen Nordgau, Diepold III. (1093-1146), gewesen sein. Der Göttinger Historiker Ernst Schubert schreibt über den Markgrafen: „Männer also wie […] Diepold III. planten in einem neuen, ganze Landschaften erfassenden Stil, als sie anfangs des 12. Jahrhunderts […] in der Naab-Wondreb-Senke das Unland zu erschließen befahlen“. Mit ihm begann in unserer Gegend der großflächige Landesausbau: „Träger der Kolonisation waren hier der Markgraf und seine Ministerialen“, so auch Hans-Jürgen Nitz. Diepold III. war auch der Stifter des Klosters Waldsassen und Gründer der Burg Eger. Der Markgraf (marchio) war als Grenzgraf der bevollmächtigte Vertreter des deutschen Königs in einer wichtigen Grenzregion im Osten des Reiches mit weitreichenden Kompetenzen und militärischen Vollmachten, ähnlich denen eines Herzogs. Es ist also möglich, dass in die 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts auch die Gründung von Reuth gefallen ist, als etwa der Markgraf die umfassende Erschließung der Naab-Wondreb-Senke initiierte. Diese wurde meist von sog. Lokatoren durchgeführt. Ein Lokator war ein Siedlungsunternehmer der Bauern/Siedler von außerhalb für die Rodung und Dorfgründung anwarb. Alle an der Erschließung teilnehmenden Bauern wurden dafür einige Jahre mit niedrigeren Abgaben belastet oder auch völlig von solchen zunächst befreit. Man wusste, dass die neu kultivierten Flächen für einige Zeit noch nicht den Ertrag wie sonst üblich bringen würden. Auch brauchte es Anreize, da die Rodungen gefährlich und mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden waren. Die Rodungstätigkeit war zudem eine hoch angesehene religiöse Tat, da im Mittelalter der Wald als magischer Ort galt, menschenfeindlich, bewohnt von bösen Geistern und Dämonen. Wenn man nicht dahinter war, holte sich der Wald sehr schnell die gerodete Fläche zurück. Der verantwortliche Unternehmer (Lokator) erhielt oft zusätzlich mehr Bauernhufen vom Grundherrn zugeteilt und erhielt zudem das Amt des Dorfschulzen (auch „Meier“ genannt), der für den Grundherrn später die Abgaben einzog; schließlich hatte der Lokator das finanzielle Risiko des gesamten Kolonisationsunternehmens zu tragen.

Vielleicht wurde die Dorfgründung bereits von den Trautenbergern von ihrer zwei Kilometer südlich von hier gelegenen Stammburg aus durchgeführt, um hier die Heinbachfurt und den dort verlaufenden wichtigen Verkehrsweg nach Westen (Erbendorf) und Osten (Falkenberg), zwischen Nürnberg und Eger, zu sichern. Die Burg Reuth wurde auf einem weit nach Westen reichenden vorgeschobenen Steilhang auf der linken, östlichen Seite des Heinbaches direkt über der Furt angelegt und hatte so eine ideale Lage. Die Burg selbst ist wohl erst nach dem Dorf errichtet worden; jedenfalls befand sie sich an gleicher Stelle, wo heute das Schloss steht. Die Ausdehnung der mittelalterlichen Burganlage wird man sich wie den heutigen repräsentativen Teil der Schlossanlage vorzustellen haben – also ohne den nördlichen Wirtschaftsteil. (Die niedrige Mauer, die heute in der Mitte der Anlage den Innenhof vom Wirtschaftsteil trennt, dürfte die Ausdehnung der ursprünglichen Burg nach Norden anzeigen.) Im Jahre 1387 verkauften die weitverzweigten Trautenberger ihre gleichnamige Stammburg.

Diese Kleinburgen waren ein ganz neuer Burgentyp: Nach der Abwehr der heidnischen Normannen- und Ungarneinfälle und der beginnenden Entstehung des Deutschen Reiches unter den Ottonen im 10. Jahrhundert wurden großräumige Fluchtburgen für die Menschen aus der Umgebung nicht mehr benötigt. Die neuen Kleinburgen wurden nun zu einem Herrschaftssitz der adligen oder ministerialen Familie zur Verwaltung und Urbanisierung des umliegenden Landes, was auch zu einer Änderung des Verhältnisses zwischen Adel und Bauern führte.

Zur Versorgung der Burg Reuth dienten zunächst nur bis zu drei Bauernhöfe, die sich südöstlich gegenüber der Burg auf einem nach Süden abfallenden Hang befanden. Die an der Rodung teilnehmenden Bauern erhielten – wie oben erwähnt – Privilegien wie abgabefreie Jahre. Überhaupt sinken im Hochmittelalter die Lasten der Bauern und sie erhalten eine viel größere Selbstständigkeit; so kam es damals zur Ausbildung der ländlichen Gemeinde, da die Bauern nun an der Verwaltung des grundherrlichen Dorfes wie etwa als Schöffen im Niedergericht beteiligt und zur Nutzung der Dorfflur berechtigt waren. Den Grundherren war nämlich daran gelegen die Bauern nicht durch Abwanderung in Städte und in die damals neu kolonisierten deutschen Ostgebiete (zwischen Elbe/Saale und Oder) zu verlieren.

Durch die Anlage von Söldengütern im Laufe des späten Mittelalters nahm Reuth den Charakter eines Haufendorfes an. Kennzeichnend für ein Haufendorf sind die unregelmäßig angelegten Höfe. In der Urkunde Ottos von Trautenberg vom 25. Juli 1337 für die Abtei Waldsassen wird er auch als Vogt der klösterlichen Besitzungen Lengenfeld und Rothenbürg bezeichnet. Der Vogt war weltlicher Schutz- und Gerichtsherr meist über Klöster oder Klosterbesitz so wie hier über einen Teil des Besitzes der Mönche, da diese solch weltliche Aufgaben nicht übernehmen durften.

Nach dem Tod des Markgrafen Diepold III. im Jahre 1146 wurden große Teile unserer Gegend bis nach Eger durch den deutschen König Konrad III. übernommen. Diepolds Gründung Eger kam so an die Staufer. Herrschaft und Burg Parkstein sowie der Erbendorfer Raum unterstanden dem mächtigen Grafen von Sulzbach. Viele Orte und Güter waren jedoch nicht Eigengut (Allod) des Grafen, sondern er hatte sie etwa als Lehen inne – dabei etliche von der Bamberger Kirche, darunter war sehr wahrscheinlich auch Erbendorf. Nachdem der letzte Graf von Sulzbach, Gebhard II., Ende Oktober 1188 gestorben war, erwarb der Neffe und Nachfolger Konrads III., der deutsche König und römische Kaiser Friedrich I. Barbarossa, die Burgen Floß und Parkstein von den Erbtöchtern des Grafen, trat außerdem die Nachfolge des Sulzbachers in den Bamberger Kirchenlehen an und besaß so das Erbendorfer Gebiet bis südlich von Weiden, nach Luhe und nach Osten bis Vohenstrauß. So kam unsere Gegend in die Hände der staufischen Könige und Kaiser, obwohl manche Güter (wie Erbendorf) eigentlich Eigentum der Bamberger Kirche geblieben sind. Im Laufe der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts wurden sie der Kirche immer mehr entfremdet, sodass sie wie selbstverständlich als Reichsbesitz angesehen wurden. Bis auf einige Reichslehen, die noch die Leuchtenberger Grafen und andere Geschlechter hielten, hatten die Staufer ab Ende 1188 nun alles Land von Nürnberg bis Eger in ihren Händen.
In der Mediävistik ist bis heute heftig umstritten, ob es sich bei dem in den beiden einzigen Quellen (Chronik des Abtes Gerlach von Mühlhausen in Böhmen und den Annalen des sächsischen Klosters Pegau) mit Ortsangabe (Erndorf und Ermindorf) überlieferten Hoftag Barbarossas von 1173 um Erbendorf handelt. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts plädieren viele Mittelalterhistoriker bis heute für das thüringische Hermsdorf bzw. seit einigen Jahren der Dresdner Archäologe Dr. Reinhard Spehr vehement für Oberhermsdorf bei Dresden. Im unten genannten 28. Band der Reihe „Heimat – Landkreis Tirschenreuth“ von 2016 wird der Frage ausführlich nachgegangen und ein von den Fachleuten bisher übersehenes und gewichtiges Argument pro Erbendorf in die Forschungsdiskussion eingebracht (eine Zusammenfassung unter Regesta Imperii http://www.regesta-imperii.de/regesten/4-2-3-friedrich-i/nr/1173-09-00-1-0-4-2-3-263-2038.html?tx_hisodat_sources%5BitemsPerPage%5D=50&tx_hisodat_sources%5BorderBy%5D=50&tx_hisodat_sources%5BascDesc%5D=10&tx_hisodat_sources%5B%40widget_0%5D%5BcurrentPage%5D=6&tx_hisodat_sources%5Baction%5D=show&tx_hisodat_sources%5Bcontroller%5D=Sources&cHash=1dd97609316f1f4a51fe7ac9c245b11f#rinav dort „Nachträge“). Bei der schlechten Quellenlage, da Urkunden des Kaisers von diesem Hoftag zur Gänze fehlen, wird man aber immer nur von Wahrscheinlichkeiten sprechen können. Von der Selbstverständlichkeit, mit der man früher in Erbendorf von Barbarossas Hoftag geschrieben hat, muss man sich jedenfalls verabschieden. Für Hermsdorf in Thüringen und Oberhermsdorf in Sachsen sieht es freilich noch schlechter aus.

Der bayerische Nordgau, in etwa die spätere Oberpfalz, gehörte bereits im frühen Mittelalter unter Karl dem Großen (+ 814) zum Frankenreich. Zuvor – im Zuge der Völkerwanderung – zählte unsere Gegend zum mächtigen Reich der Thüringer, bis dieses im Jahre 531 vom merowingischen Frankenreich vernichtet wurde. Daraufhin kamen von Mainz aus, den Main aufwärts, fränkische Siedler ins bis dahin wenig bewohnte Land am Oberlauf des Mains. Der letzte bedeutende Merowingerkönig Dagobert I. erlitt im Jahre 630 mit einem fränkischen Heer von Mainz kommend bei der Wogastisburg in Böhmen (wohl im Egerer Raum) eine Niederlage gegen das Slawenreich des Samo. Daraufhin kamen Slawen nach Nordostbayern, die sog. Main- und Regnitzwenden. Die Kolonisation erreichte dann im ostfränkisch-frühdeutschen Reich in der Zeit Ottos des Großen im 10. Jahrhundert unter den Schweinfurter Markgrafen die Naab und zur Zeit des deutschen Königs Heinrich IV. aus dem Geschlecht der Salier um das Jahr 1060 schließlich das Egerland. Die hiesige slavische Urbevölkerung wurde dabei assimiliert. Nach der bereits umfangreichen Urbanisierung unserer Gegend durch den Markgrafen Diepold III. wurde hier der Landesausbau nach seinem Tod 1146 von den Sulzbacher Grafen und schließlich ab 1188 von den römisch-deutschen Kaisern und Königen aus staufischem Haus bzw. von ihren hier eingesetzten Ministerialen fortgesetzt. Sollte Reuth unter Diepold III. oder den Sulzbacher Grafen noch nicht entstanden sein, dann erfolgte die Gründung spätestens in staufischer Zeit nach dem Tod (1188) Graf Gebhards II. von Sulzbach.

Den Burgbezirk Parkstein (und damit Reuth) riss sich, nach dem tragischen Ende des letzten männlichen Staufers Konradin 1268 in Süditalien, König Ottokar von Böhmen unter den Nagel, der das Gebiet noch vor 1273 an den Herzog von Niederbayern weitergab. Beide hatten jedoch keinen Rechtsanspruch auf Parkstein, das – wie oben erwähnt – Reichsgut war und eigentlich von einem königlichen Amtsträger (dem Nürnberger Burggrafen) für den deutschen König verwaltet werden sollte.
Nach diesen Wirren, die in Deutschland auf das Ende der Staufer folgten, forderte schließlich der neue deutsche König Rudolf I. (1273-1291) aus dem Haus Habsburg das Amt Parkstein wieder erfolgreich für die Krone zurück. Kaiser Karl IV., als König von Böhmen Karl I., aus der Dynastie der Luxemburger, gliederte Mitte des 14. Jahrhunderts den Burgbezirk Parkstein an sein Königreich Böhmen. Reuth findet sich daher auch im Salbuch des Kaisers über seine oberpfälzischen Besitzungen, Hoheitsrechte und Einkünfte, das er 1366/68 anlegen ließ. Am Ende des 14. Jahrhunderts kam die Herrschaft Parkstein wieder an die Wittelsbacher.

Im Krieg des Markgrafen Friedrich von Brandenburg, der auch Burggraf von Nürnberg war, und Herzog Johanns von Neumarkt, gegen Herzog Ludwig VII., „den Gebarteten“ von Bayern-Ingolstadt 1420-1422, kämpfte der Burgherr von Reuth, Andreas von Trautenberg, auf Seiten der Ersteren. In einer Urkunde vom 24.01.1417 wird er als Bürge und Mitsiegler wie folgt bezeichnet: Andres Trawtenberger zu der Räwt. Laut der Urkunde verkaufte Ulrich Erlbekeh zu Pressat seinen dortigen Sitz an den bayerischen Herzog Ludwig. Um 1440 wird Reuth durch Krusina von Schwanberg aus Böhmen, der in Fehde mit dem Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg lag, total verwüstet. Den damaligen Herrn von Reuth, Erhart von Trautenberg, finden wir 1460 mit 40 Panzerreitern in Landshut, bei Herzog Ludwig IX., „dem Reichen“ von Bayern-Landshut, der damals in Fehde mit dem Markgrafen von Brandenburg lag. Herzog Ludwig war der spätere Initiator der „Landshuter Hochzeit“ seines Sohnes Georg.
Im Jahre 1488 starb Erhart von Trautenberg und kurz darauf auch noch sein Sohn und Nachfolger Jakob. Wahrscheinlich unter dem langlebigen Erhart von Trautenberg wurde Reuth zu einem böhmischen Kronlehen, als er den Ort dem König von Böhmen zu Lehen auftrug, was bis zum Ende des Alten Reiches im Jahre 1806 für etliche Auseinandersetzungen zwischen den weiterhin wittelsbachischen Landesherrn und der böhmischen Krone sorgte. Wie kam es dazu?

Als die Territorialfürsten, wie in Bayern die Wittelsbacher, ihre Landesherrschaft ausbauten, konnte der niedere Adel seine Selbständigkeit meist nicht behaupten. Ihnen blieb nichts anderes übrig als ihr Eigentum dem Landesherrn zu übereignen und es als Lehen von ihm zurückzuerhalten. Als Lehnsmann (Vasall) hatte man natürlich Pflichten seinem Herrn gegenüber zu erfüllen. Auf diese Weise erfolgte die Integration des kleinen Territorialadels in die großen deutschen fürstlichen Territorien. Ein Mittel war dabei die Lehnsauftragung.

Auch den Trautenbergern blieb am Ausgang des Mittelalters wohl nichts anderes übrig als ihre Herrschaft Reuth zu feudalisieren. Meist war nun der Landesherr auch der Lehnsherr. Hier war dies jedoch anders. Erhart trug nicht dem Landesherrn Reuth zu Lehen auf, sondern dem benachbarten Königreich Böhmen. Es war nun ein „Außenlehen“ (feuda extra curtem) der böhmischen Krone innerhalb der bayerischen Landesherrschaft. Die meisten dieser Außenlehen im deutschen Reich konnten sich jedoch nicht halten; bei Reuth war allerdings der Lehnsherr (Böhmen) nicht nur in unmittelbarer Nachbarschaft, sondern mindestens auch genauso mächtig wie der wittelsbachische Territorialherr. Außerdem hatte die böhmische Krone neben Reuth noch einige andere Lehen in der Oberen Pfalz. Dagegen waren die Wittelsbacher daran interessiert, auswärtige Oberlehnsansprüche – wie hier durch den König von Böhmen – zu beseitigen.

Die Trautenberger erhielten sich so eine gewisse Selbständigkeit, da es künftig immer wieder zu Differenzen zwischen Lehnsherr und Landesherr kam. Ob dies bereits für die Trautenberger das Motiv für die Lehnsauftragung war, ist unwahrscheinlich, da es ihnen zunächst wohl viel eher um Schutz durch einen mächtigen Fürsten ging. Wie erwähnt, wurde Reuth und die ganze Gegend um 1440 in einer Fehde völlig verwüstet, und wenige Jahrzehnte zuvor tobten die Hussitenkriege. In späterer Zeit war dann der Doppelstatus als kurpfälzisches-, dann kurbayerisches Landsassengut und böhmisches Kronlehen ohne Zweifel hilfreich. So konnten sich die Herren von Reuth – je nach Vorteil – an die eine oder andere Seite wenden, also Lehnsherr und Landesherr gegeneinander ausspielen. Hauptstreitpunkte zwischen verschiedenen Landes- und Lehnsherren waren meistens Rechts- und Herrschaftsangelegenheiten in diesen Grundherrschaften.

Als nun Erharts Sohn Jakob ohne einen männlichen Erben starb, wurde Reuth von König Wladislaw II. von Böhmen als heimgefallenes Lehen eingezogen und 1490 an einen königlich-böhmischen Landesbeamten vergeben. Ein Verwandter der Verstorbenen, Georg von Trautenberg, erwarb Reuth jedoch 1491. Im Jahre 1518 wird er vom neuen Böhmenkönig Ludwig II. mit Reuth belehnt. Erhart, Georgs Sohn und Erbe, wurde 1527 auf der Prager Burg von König Ferdinand I. mit der Veste Reuth belehnt. Mit mit späteren Kaiser Ferdinand I., der 1531 römisch-deutscher König wurde, begann die lange Zeit der habsburgischen Lehenshoheit über Reuth, die praktisch bis zum Ende des Alten Reiches 1806 bestand. Noch in den 1530er Jahren verkaufte Erhart den Wald Aspenlohe mit dem dortigen Teich an das Kloster Waldsassen für 190 Gulden. Nach Erharts Tod 1542 erhielten seine Söhne Heinrich und Wolf Christoph die Veste Reuth. Da sie noch unmündig waren und unter Vormundschaft standen, gewährte der König ihnen einen Aufschub des Lehensempfanges auf zehn Jahre. Schließlich wurden sie 1549 von König Ferdinand mit Reuth belehnt.

Während der Endphase des Schmalkaldischen Krieges (1546/47), wenige Tage vor Ostern des Jahres 1547, erreichte von Weiden kommend Kaiser Karl V. am 2. April die Stadt Tirschenreuth (der 3. April war der Palmsonntag). Das Oberhaupt der deutschen Nation suchte damals die Entscheidung in diesem Krieg, den er kurz darauf in der Schlacht bei Mühlberg an der Elbe gegen den Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen siegreich entschied. Vier Tage und drei Nächte verbrachte Karl V. im äbtischen Schloss von Tirschenreuth und traf sich hier am Morgen bzw. Vormittag des 5. April mit seinem Bruder König Ferdinand und Herzog Moritz von Sachsen. Dabei sammelte sich von Tirschenreuth bis Eger das vom Herzog von Alba kommandierte kaiserliche Heer von 26.000 Mann (20.000 Fußsoldaten und 6.000 Reiter).

Von Ferdinands I. Sohn und Nachfolger, Kaiser Maximilian II., erhielten Heinrich und Wolf Christoph von Trautenberg Reuth 1567 übertragen. Als Wolf Christoph starb, wurde Heinrich 1570 in Prag alleine mit Reuth belehnt. Im Jahre 1578 erfolgte die Belehnung durch Kaiser Rudolf II. Auch Heinrich von Trautenberg wurde damals lutherisch; schließlich starb er 1584 und wurde in der Kirche in Krummennaab bestattet. Trotz beträchtlicher Schulden, die er seinem Sohn Wolfgang Christoph hinterließ, ist dieser 1585 vom Kaiser mit der Veste Reuth belehnt worden. Wolfgang Christoph starb 1597 als letzter Trautenberger auf Reuth und wurde wie sein Vater in der evangelischen Kirche in Krummennaab begraben, wo noch heute sein Epitaph zu sehen ist.
Zum Glück für den Ort heiratete einer der Hauptgläubiger, Georg Friedrich von Unruh, die Witwe und beglich mit 26.600 Gulden die Forderungen der anderen Gläubiger. Der Reuther Gutskomplex blieb so beisammen. 1613 wurde er mit seinem Bruder von Kaiser Matthias mit Reuth belehnt. Georg Friedrich von Unruh wehrte sich bis zuletzt gegen die Rekatholisierung der Oberpfalz, die zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges an Herzog Maximilian von Bayern fiel. Im Jahre 1628 war er als Mitglied der Delegation der oberpfälzischen Ritterschaft in München, um zumindest eine Verlängerung des Emigrationstermins zu erwirken. Ende Februar 1629 erhielt der über 70-Jährige den Befehl, innerhalb dreier Tage das Land zu verlassen, da er noch immer nicht zum Katholizismus übergetreten war. Bereits im Juni desselben Jahres starb Unruher im Exil: im Markgrafentum Bayreuth.
Sein Schwiegersohn Hans Adam von Sparneck übernahm die Veste zu der Reuth. Dieser hatte Anna Barbara, die Tochter des Unruhers aus der Ehe mit der Witwe des letzten Trautenbergers von Reuth, im Jahre 1618 geheiratet. Dass der Ort im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) aufgrund von Truppendurchzügen und Einquartierungen entsprechend litt, braucht wohl nicht groß hervorgehoben zu werden.

Den größten Truppenauf- und -durchmarsch während des Dreißigjährigen Krieges erlebte der heutige Landkreis Tirschenreuth Ende Juni bzw. Anfang Juli 1632, als sich die etwa 7.000 Mann Maximilians von Bayern mit der kaiserlichen Armee unter Wallenstein im hiesigen Raum vereinigten. Mit schließlich 45.000 Mann (31.000 Infanteristen, 13.000 Reitern und rund 80 Kanonen, wobei der Tross mindestens die gleiche Kopfzahl aufwies) ging es gegen die Schweden unter ihrem König Gustav II. Adolf nach Nürnberg. Damals kam es am 27. Juni im säkularisierten Kloster Waldsassen zur ersten persönlichen Begegnung des kaiserlichen Generalissimus Wallenstein mit Kurfürst Maximilian. Wallenstein hatte sich ab dem 26. Juni in Eger aufgehalten – unterbrochen vom Treffen mit dem Kurfürsten in Waldsassen – und war von der westböhmischen Stadt am 30. Juni nach Mitterteich gezogen; am nächsten Tag ging es weiter nach Neustadt. Kurfürst Maximilian hatte am 25. Juni über Weiden Tirschenreuth erreicht; er hielt sich dort eine ganze Woche auf und zog am 1. Juli erneut nach Weiden. Am 13. Juli erreichte er mit Wallenstein die Umgebung von Nürnberg, wo sich Gustav Adolf verschanzt hatte.

Hans Adam von Sparneck hatte sich 1621 noch geweigert, sich dem neuen Landesherrn der Oberpfalz, Maximilian von Bayern, zu unterwerfen, wurde aber 1629 dann doch katholisch. Nun bewilligte auch Kaiser Ferdinand II. seine Besitznachfolge auf Reuth. Hans Adam von Sparneck nahm es aber mit der Konversion nicht ernst und schlug sich während des weiteren Kriegsverlaufs auf die Seite der im Juli 1630 in Deutschland gelandeten Schweden, denen er als Rittmeister diente. Er starb um 1642 und hinterließ neben zwei Töchtern auch zwei Söhne.

Da sich der eine Sohn auf die väterliche Besitzung Trausnitz zurückzog, entschloss sich der andere, Johann Christoph Erdmann von Sparneck, 1668, nachdem er vier Jahre zuvor seinen Militärdienst für Kurbayern quittiert hatte, das kurbayerische Landsassengut und böhmische Kronlehen Reuth zu übernehmen. Nach immer wiederkehrenden Androhungen der Landesverweisung von bayerischer Seite traten er und seine Frau Anna Barbara, eine geborene von Grafenreuth, schließlich 1674 zum katholischen Glauben über. Im Jahre 1691 wurde in der Reuther Kirche ein 20-jähriger „Türke“ getauft, den ein Neffe des Herrn von Reuth aus den Türkenkriegen mitgebracht hatte. Bei diesem wohl vom Balkan stammenden Jungen dürfte es sich um ein Opfer der berüchtigten sog. osmanischen „Knabenauslese“ gehandelt haben: als Kinder wurden sie ihren christlichen Eltern weggenommen, zu fanatischen Muslimen erzogen und zum Kriegsdienst für den Sultan verwendet. 1678 fertigte der Erbendorfer Schreiner Niklas Steiner/Stainer die Kanzel, die mit ihrem reichen Akanthusschmuck zunächst für die Schlosskirche von Waldau vorgesehen war. Kaiser Joseph I. belehnte den inzwischen 75-jährigen Johann Christoph im Jahre 1710 mit der Herrschaft Reuth.

Johann Christoph Erdmann von Sparneck starb 1713 im hohen Alter von 78 Jahren und wurde wie seine bereits 1699 verstorbene Frau Anna Barbara in der Katharinenkirche bestattet. Ihre Gedenksteine sind – wie die Kanzel von 1678 – im Neubau von 1717 zu sehen. Johann Christoph Erdmann hatte Reuth fast ein halbes Jahrhundert in Besitz. Seine Güter hinterließ er vier überlebenden Söhnen, die jedoch zwischen 1714 und Anfang 1725 alle innerhalb von nur elf Jahren verstarben. Der älteste Sohn, Johann Adam, der 1691 in Ingolstadt studiert hatte, starb 1717 als kurbayerischer Obristleutnant in der Grenadiergarde zu Pferd im kaiserlichen Feldlager bei Semlin (bei Belgrad) während der Türkenkriege.

Nach dem Tode von Johann Bernhard 1714 übernahm nun Johann Christian Ernst von Sparneck, als Rittmeister im Lobkowitzschen Kürassierregiment ebenfalls ein Veteran der Türkenkriege, die Veste Reuth. Er ließ 1717 die heute wegen ihres monstranzförmigen Hochaltars aus Akanthusschnitzwerk weit und breit bekannte Kirche St. Katharina (Katharina von Alexandrien) gegenüber dem Schloss errichten. Er starb 1722 im 40. Lebensjahr und wurde in der neuen Kirche bestattet. Dort ist neben den beiden Gedenksteinen seiner Eltern auch seines zu sehen, das ihn als Reichsfreiherrn, Herrn auf Reuth, Kammerjunker des Pfalzgrafen von Sulzbach und Rittermeister des römisch-deutschen Kaisers ausweist.

Johann Christoph, der jüngste der vier Brüder, wurde 1724 von Kaiser Karl VI., dem Vater Maria Theresias, mit Reuth belehnt. Er starb jedoch bereits ein Jahr später in Püchersreuth. Er hinterließ zwei unmündige Söhne (Lothar Franz Ferdinand und Josef Karl Edmund) für die Vormünder bestellt werden mussten. Ersterer fiel 1739 im Türkenkrieg bei Esseg an der Drau (heute Osijek in Kroatien), der andere verstarb 25-jährig im Jahre 1744. So fiel Reuth wieder an die böhmische Krone zurück. In das Jahr 1742 fällt die offizielle Gründung der Schlossbrauerei Reuth, die noch heute besteht. Maria Theresia belehnte schließlich 1747 Graf Johann Franz Wenzel von Kaiserstein mit Reuth, der sich jedoch nie hier aufhielt. Dessen Sohn, Graf Anton, erhielt die Veste nach dem Tod des Vaters 1761. Da auch Anton von Kaiserstein keinen Erben hinterließ, fiel Reuth erneut an die Krone.

Schließlich belehnte Maria Theresia 1769 eine prominente und hochgestellte Persönlichkeit ihres Hofes mit Reuth. Es handelte sich um den damals 42-jährigen Grafen Leopold von Kolowrat-Krakowsky (+ 1809), der zwei Jahre zuvor in Prag Präses der Polizei-, Sicherheits- und alten Cameral-Schulden-Commissionen, des Armen- und Spinnhauses und des Versatzamtes war. In dem Jahr als er Reuth erwarb, wurde er zum böhmischen und österreichischen Vizekanzler des Hauses Habsburg in Wien ernannt, im Jahre 1771 zum Hofkammerpräsidenten und Präses der Ministeral-Banco-Hof-Deputation; gleichzeitig wurde ihm das Präsidium des Commercien-Hofrates übertragen. 1782 wurde er Oberster Kanzler der böhmischen und österreichischen Hofkanzlei, die als vereinigte Hofstelle auch die Finanz- und politische Verwaltung beinhaltete. Zuletzt war er von 1796 bis 1808 erster dirigierender Staatsminister für die inländischen Geschäfte des Hauses Habsburg und erhielt damit Eintritt in den Staatsrat. Der Graf brachte es auf 63 Dienstjahre unter vier römisch-deutschen Kaisern, von Franz I. über Joseph II., Leopold II. bis Franz II. Es dürfte klar sein, dass er aufgrund seiner Stellung (bereits 1769) Reuth nie zu Gesicht bekam. Aufgrund von Differenzen mit der kurbayerischen Regierung in Fragen der Landsassenpflicht der Herrschaft Reuth sah er sich 1772 veranlasst, die Veste wieder abzugeben, obwohl der Wiener Hof sich für ihn eingesetzt hatte.

Nun kaufte der 49-jährige ehemalige kaiserlich-österreichische Generalmajor Johann Georg Heinrich Philipp Freiherr von Reitzenstein für 35.000 Gulden die Veste Reuth. Er wurde 1772 von Maria Theresia belehnt. In die seit 1744 nicht mehr bewohnte Veste und in die gesamte Hofmark investierte er große Summen. Auch seine Nachkommen trugen zu dem folgendem Aufschwung in Reuth-Premenreuth viel bei und so ist ihnen heute nicht umsonst eine Straße im Ort gewidmet. Das heutige Aussehen des Schlosses geht auf sie zurück. So wurden unter ihnen die mittelalterlichen Reste beseitigt, Ställe und Scheunen neu erbaut, das Bräu- und Malzhaus erweitert und die Schlossgärten angelegt. Auch wurde durch die evangelischen Reitzenstein von 1799 – 1801 die katholische Pfarrkirche Maria Hilf in Premenreuth errichtet, insbesondere aufgrund des Wallfahrerzustroms in jener Zeit. Die kleinere Vorgängerkirche musste wegen Einsturzgefahr 1799 abgerissen werden. Seit dem 18. Jahrhundert sollen bis in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts jährlich teilweise bis knapp über 5.000 Wallfahrer zu dem wundertätigen Maria Hilf-Bild der Mutter Gottes mit dem Kind nach Premenreuth gepilgert sein.

Im Jahre 1832 wurde von den Reitzenstein die Allee zwischen Reuth und Premenreuth angelegt. Auch ein Eisenhammer und das Forsthaus in Josephshof, St. Katharina von 1717 mit den beiden Akanthusaltären von Joh. Christoph Windisch und der von Niklas Steiner 1678 mit Akanthusschmuck und mit den vier Evangelisten geschaffenen Kanzel. Das heutige Hauptaltarbild der Heiligen stammt von 1901 während das ursprüngliche Original auf der Rückseite des Alltars zu sehen ist. Das Auszugsbild oben am Hauptaltar zeigt die Heilige Sippe benannt nach Kaiser Joseph II., wurden bereits unter dem ersten Reitzensteiner errichtet. Auch die Wirtschaft im Ort wurde von ihnen kräftig gefördert; so wurden ohne kurbayerische Erlaubnis Draht-, Glas- und Paterlhütten gebaut, Fabrikarbeiter, Künstler und Handwerker angesiedelt, Land kultiviert und Häuser gebaut. Schon 1774 beantragte der von Reitzenstein, dass Gottesdienste in der Wallfahrtskapelle Premenreuth von Geistlichen aus der Nachbarschaft abgehalten werden sollten. Er bot auch an, selbst einen katholischen Kaplan einzustellen und auf eigene Kosten zu unterhalten. Neben Unterkunft und Holz hätte er diesem jede Woche einen Gulden und 30 Kreuzer sowie fünf Freimessen zugestanden. Dafür hätte dieser zweimal in der Woche auch in Reuth in der Kirche St. Katharina für die Bevölkerung Messen abhalten sollen. Seinem Antrag fügte er noch eine Aufstellung von 19 Krankenheilungen durch Anrufung von „Maria Hilf“ bei, mit den Worten: „Wie denn noch sehr viele andere Personen sowohl an ihnen selbst als auch ihrem Vieh und anderen Bedrangnussen zufolge ihres Vertrauens und ihrer Andacht jederzeit Hilf und Heil erlangt haben“ (zitiert nach J. B. Lehner, Grenzbach, S. 212).

Der eigentlich für Reuth zuständige Pfarrer von Erbendorf war gegen den Antrag des Reuther Hofmarksherrn. Er befürchtete neben finanziellen Einbußen auch eine Reduzierung der Kirchgänger im benachbarten Thumsenreuth, Krummennaab und Bernstein; außerdem glaubte er – nicht zu Unrecht wie sich zeigen sollte –, dass der Herr von Reuth sich von der Pfarrei Erbendorf unabhängig machen wolle. Prompt erhielt der General eine Ablehnung seines Antrags. Für die Wallfahrer in Premenreuth und seine Untertanen erreichte er wenigstens, dass an Werktagen und abgeschafften Feiertagen Geistliche aus Erbendorf hier Gottesdienst hielten. Bereits 1778 erhielt der Erbendorfer Pfarrer Weisung aus Regensburg, dass er den Umlauf der Wundermärchen aus Premenreuth vorbeugen solle. Diese werden nur vom Volk verbreitet und ihm sei auch kein wirkliches Wunder bekannt, so antwortete dieser nach Regensburg. Außerdem, so der Erbendorfer Pfarrer, halte sich der General in Reuth ohne Genehmigung einen jungen Geistlichen aus Neustadt a.d.Waldnaab, der in Reuth und Premenreuth auch an Sonn- und Feiertagen Gottesdienst abhalte. Auch materielle Absichten wurden dem alten General unterstellt, da ja seine örtliche Wirtschaft durch die Wallfahrer weiter Aufschwung erlebte. Auch das Pfarrhaus soll er angeblich nur bauen, um dadurch sein grundherrliches Baumaterial verkaufen zu können. Nicht vergessen darf man freilich die Pflicht der geistlichen Fürsorge und Verantwortung des protestantischen Herrn von Reuth gegenüber seinen katholischen Untertanen; zudem unterhielt er freundschaftliche Kontakte zum Abt von Waldsassen. Aber auch die materiellen Motive waren aus Sicht eines fürsorglichen Grundherrn – neben der Sorge um das Seelenheil seiner katholischen Untertanen – berechtigt, um Reuth auch wirtschaftlich weiter voranzubringen.

Der General muss dabei auch damit gedroht haben einen Kleriker aus Böhmen anzustellen. Da Reuth böhmisches Kronlehen und kurbayerisches Landsassengut war und es deswegen schon Jahrhunderte Schwierigkeiten zwischen den Wittelsbachern und den Habsburgern gab, hätte dies einen weiteren Streitpunkt aufgeworfen und so genehmigte das Ordinariat Regensburg 1787 eine eigene (provisorische) Pfarrkuratie für Premenreuth. Erster Kuratus wurde Konrad Rodler (1787-1793). Dem Erbendorfer Pfarrer ist aus Regensburg mitgeteilt worden, dies alles sei nur vorläufig, damit der von Reitzenstein keinen Geistlichen aus Böhmen herüberhole und daher solle er dem neuen Pfarrkuraten keine Schwierigkeiten machen. Damit war die gesamte Hofmark Reuth von der Pfarrei Erbendorf unabhängig geworden. Die provisorische Pfarrkuratie wurde vom Bischof nie mehr zurückgenommen, ja schließlich im Dezember 1923 zur Pfarrei erhoben. Patronin der Premenreuther Pfarrkirche ist „Unsere Liebe Frau“, der Titel (Name) der Kirche und damit der Name der Pfarrei lautet „Maria Hilf“ mit dem Patrozinium Mariä Himmelfahrt.
Da der Herr von Reuth evangelisch war, sah er sich zahlreichen Schikanen von bayerischer Seite ausgesetzt und so wandte er sich immer wieder Hilfe suchend an die deutsche Lehenschranne in Prag als die zuständige Gerichtsbehörde der böhmischen Kronlehen. Sowohl die bayerischen Steuerforderungen wie auch die Rekrutierung Reuther Untertanen für das kurbayerische Heer führten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts andauernd zu Differenzen mit der Regierung der Oberen Pfalz in Amberg und mit dem Münchner Hof. Allerdings war einige Zeit lang in Reuth auch ein kaiserlicher Werbeunteroffizier stationiert, um für das österreichische Heer zu rekrutieren. Der Herr von Reuth verlor so viele seiner besten Arbeitskräfte. Nachdem Reitzenstein über Jahre keine Steuern mehr an Kurbayern entrichtete und dies auch seinen Untertanen verbot, drohte die bayerische Seite mit Zwangsmaßnahmen. Im Februar 1795 starb der erste Reitzenstein von Reuth und sein Sohn, Ernst Karl Rudolf, wurde noch im selben Jahr vom letzten römisch-deutschen Kaiser Franz II. mit Reuth belehnt. Nachdem der Herr von Reuth sogar persönlich nach Wien gereist war, um sich dort über die oben erwähnte bayerische Rekrutierung in den böhmischen Kronlehen zu beschweren, riet der bayerische Gesandte am Kaiserhof der Regierung in München zur Nachgiebigkeit und Milde, da die ganze Angelegenheit in Wien großes Aufsehen errege. Daher erließ München an die Regierung der Oberen Pfalz in Amberg den Befehl, in dieser Sache möglichst ohne Gewalt vorzugehen.

Jedoch kam der böhmische Lehenhof der immer von Kurbayern angedrohten aber nie vollzogenen Exekution zuvor. Noch zu Lebzeiten des ersten Reitzenstein rückte Anfang April 1794 der Graf von Künigl im Auftrag des böhmischen Lehenhofes mit 300 Mann samt einer Kommission in die böhmischen Kronlehen der Oberen Pfalz ein. Sie stellten die böhmischen Landeshoheitszeichen auf und nahmen von den Reuther Untertanen die Huldigung auf Kaiser Franz II. in seiner Eigenschaft als König von Böhmen ab.

Von bayerischer Seite wurde heftig in Prag und Wien protestiert. Beim Reichstag in Regensburg schrieb der Graf von und zu Lerchenfeld in einem vertraulichen Brief an den bayerischen Kurfürsten, dass der Freiherr von Reitzenstein die ganze Aktion in Wien initiiert haben soll. Im Mai 1794 wurde die deutsche Lehensschranne in Prag vom Kaiserhof in Wien angewiesen, den Grafen von Künigl wieder zurückzupfeifen. Der Herr von Reuth nahm jedoch auch weiterhin von Bayern keine Erlasse entgegen, nachdem diese anschließend versuchten, die landeshoheitlichen Rechte – insbesondere die bayerische Steuererhebung – wieder geltend zu machen (der Freiherr berief sich dabei auf einen Befehl aus Prag). Er ließ auch schon mal die in Reuth ankommenden bayerischen Landesregierungsboten seines Besitzes verweisen.

Ab dem Jahr 1800 legte Kurbayern immer wieder Militär nach Reuth, nachdem der hier befindliche kaiserliche Werbeunteroffzier und eine kaiserliche Truppe abgezogen waren. Ein Jahr später wurde dann von Bayern und Wien die Abmachung getroffen, bis zur endgültigen Regelung der Differenzen den Stand von 1794 zu belassen. So wurden in Reuth von bayerischer Seite noch im gleichen Jahr die böhmischen Landeshoheitszeichen (der böhmische Löwe) abgenommen und die anhaltende Steuerverweigerung sowie der Widerstand des von Reitzenstein gegen die landesherrliche Autorität stillschweigend hingenommen. Das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Jahre 1806 brachte schließlich auch das Ende der Sonderstellung der böhmischen Lehen in der Oberpfalz. Mit dem Frieden von Preßburg, Ende 1805, nach der Niederlage des österreichisch-russischen Heeres bei Austerlitz gegen Napoleon, verlor das Haus Habsburg u. a. alle seine in Bayern gelegenen Lehen.

Reuth fiel nun endgültig an das von Napoleon Bonaparte ins Leben gerufene Königreich Bayern. Am 9. Februar 1806 fand in Reuth der feierliche Gottesdienst anlässlich der Proklamation der bayerischen Königswürde in der katholischen Pfarrkirche Premenreuth statt. Bei Nichtteilnahme wurde dem von Reitzenstein damit gedroht, noch mehr bayerisches Militär im Ort einzuquartieren. Er selbst begab sich zwar nach Prag, aber seine Familie, den Hofmeister, den Gerichtsverwalter und seine Dienerschaft ließ er am Gottesdienst teilnehmen. Die Soldaten wurden daraufhin abgezogen.
Der damals in Reuth-Premenreuth tätige französische Priester Jean-Baptiste-Joseph Desreumaux (geb. 1771 in Lille, + 1850) zelebrierte die Messe. Er ist aufgrund der Revolution in Frankreich nach Deutschland geflüchtet und war in Premenreuth von 1800 bis 1813 (1800 Hilfspriester unter Kurat Tremel, 1801 Nachfolger von Tremel als Pfarrkurat). Er kehrte im Herbst 1813 in seine nordfranzösische Heimat zurück, war 1813 Pfarrer von Roeulx, 1818 Dekan von Templeuve und wurde 1843 Ehrendomherr an der Kathedrale von Cambrai. Mit einer großen Schenkung (zwei Höfe in Bernstein mit Feldern, Wäldern und Wiesen), die er nach seiner Rückkehr nach Frankreich der Premenreuther Kirche 1824/25 vermachte, förderte er die junge Pfarrkuratie, die Kirchengebäude und die Schule. Desreumaux hatte seine Stiftung mit der Auflage verbunden, die Erlöse zur Umwandlung der provisorischen Pfarrkuratie in eine eigenständige Pfarrei zu verwenden. Premenreuth ist schließlich Ende 1923 zur Pfarrei erhoben worden.

Im Jahre 1805 lagerte in Reuth ein französisches Dragonerregiment, das kurz darauf am Krieg Napoleons I. gegen Österreicher und Russen teilnahm. Am 9. Oktober 1807 erfolgte die erste bayerische Belehnung mit Reuth an Ernst Karl Rudolf Frhr. von Reitzenstein; die zweite und letzte an Albert Ernst Erdmann von Reitzenstein am 20. August 1841 durch König Ludwig I.
1818 wurde das 1814 gebildete Ortsgericht Reuth in ein Patrimonialgericht 1. Klasse umgewandelt. Unter Albert Ernst Erdmann von Reitzenstein endete 1848 die adlige Grundherrschaft und Niedergerichtsbarkeit und so wurde Reuth dem Landgericht Erbendorf zugeordnet. Zu seiner Zeit erfolgte in den 1860er Jahren die Anlage der Bahnlinie und des Bahnhofes Reuth, welche er durch Grundabtretung für die künftige Entwicklung des Ortes sehr unterstützte. Der Zusatz „bei Erbendorf“ ist erstmals für das Jahr 1877 belegt. 1922 starben die von Reitzenstein auf Reuth in männlicher Linie aus.Reuther Blaskapelle 1912. Untere Reihe sitzend: v.l. Johann Hage (Drahthammer), Josef Witt (Firmengründer WITT-Weiden), Johann Meyer, Johann Wirner. Obere Reihe stehend: v.l. Josef Meister, Johann Wurdack, Thomas Wurdack, Johann Neugirg, Georg Schleicher, Anton Mittelmeyer
Reuth, inzwischen dem Bezirksamt Kemnath zugehörig, kam 1931 zum Bezirksamt (ab 1939 Landkreis) Neustadt a.d.Waldnaab. Durch die Gebietsreform von 1972 wurde die Gemeinde dem Landkreis Tirschenreuth eingegliedert. Der Firmengründer von Witt Weiden, Josef Witt sen., ist am 19. September 1884 in Reuth als letztes von sechs Kindern des Zimmerermeisters Andreas Witt geboren worden. Hier baute Josef Witt 1907 sein Geschäft auf, bevor er die Firma 1913 nach Weiden verlegte. Lina Robl aus Weiden schrieb 1982 über die Firma: „Kaum jemand weiß heute, dass sich die Firmengründung vor 75 Jahren aus einfachsten Verhältnissen heraus in dem kleinen Dorf Reuth bei Erbendorf vollzog“.

Im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs gab es hier im Ort, in der Bäckerei Röthgen, ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Es bestand vom 12. Januar 1945 bis zum 21. April 1945, dem Tag des Einmarsches von Einheiten des 357. Infanterieregiments der 90. US-Infanteriedivision. Die Zwangsarbeiter (Deutsche und Niederländer), die hier als Bäcker untergebracht waren, sind alle Zeugen Jehovas gewesen. Am 6. Juli 1945 wird im Reuther Schloss der hier seit 22. Mai wohnhafte ehemalige Generaloberst der Wehrmacht, Hans von Salmuth, von den Amerikanern festgenommen.

Am 8. Januar 1946 fand die Gründungsversammlung der örtlichen CSU samt Aufstellung des Wahlvorschlags für die anstehenden Gemeindewahlen statt. Bei der ersten Gemeindewahl seit 1933, am 27. Januar 1946, lag die Wahlbeteiligung bei fast 89 %. Mit großer Mehrheit wurde die CSU gewählt (368 Stimmen von 497). Daneben hatte nur die SPD einen Wahlvorschlag eingebracht. Die Volkszählung am 29. September 1946 ergab für die Gemeinde Reuth-Röthenbach und damit für die gesamte Pfarrei Premenreuth 423 Haushalte, 900 Frauen und 685 Männer (gesamt 1585 Einwohner, ohne die noch ausstehenden Kriegsgefangenen). Das Bild der neu Zugezogenen und Heimatvertriebenen ergab am Jahresende 1947: Unter 1150 Einheimischen 450 Flüchtlinge, davon 300 Katholiken und 150 Evangelische oder anderer Religion; 220 waren aus Schlesien, 135 aus Böhmen, 10 aus Österreich, 11 aus der Ukraine und Ungarn, 8 aus Köln und Westfalen, 20 aus der russischen Zone, der Rest aus anderen bayerischen und außerbayerischen Bezirken. Zum Jahresanfang 1948 machte sich die Gemeinde Röthenbach am Steinwald, die seit zweieinhalb Jahren mit der Gemeinde Reuth zusammengelegt war, durch Abstimmung wieder selbständig. Durch die bayerische Gebietsreform wurde Röthenbach zum 1. Juli 1972 wieder nach Reuth eingemeindet.

Andreas Schwohnke

Literatur (Auswahl):

  • Fähnrich Harald, Vergessene KZ-Außenlager in unserem Landkreis, in: Reger, Weltkrieg und Tektonik (Heimat – Landkreis Tirschenreuth 28), 2016, S. 182-190.
  • Lehner Johann B., Land und Leute am Steinwald, Bd. 1: Den Grenzbach entlang, Krummennaab 1926.
  • Reitzenstein Frhr. von Rudolph und Herrmann, Geschichte der Veste Reuth. Als Beitrag zur Geschichte der Oberpfalz, Bayreuth 1865.
  • Schaudig Michael, 250 Jahre Schloßbrauerei Reuth 1742-1992, Reuth 1992.
  • Schwohnke Andreas, Wallenstein und Kurfürst Maximilian im Kloster Waldsassen. Das erste Aufeinandertreffen der „Verbündeten“, in: Die Oberpfalz 101, 2013, Heft 3 (Mai/Juni), S. 141-151. Überarbeitet und erweitert unter demselben Titel erschienen in: Akanthus, Horn und Köllergrün. Heimat – Landkreis Tirschenreuth 25, 2013, S. 37-51.
  • Schwohnke Andreas: Kaiser Karl V. regiert im Schloss Tirschenreuth. Für einen Wimpernschlag Schauplatz frühneuzeitlicher deutscher Geschichte, in: Fähnrich Harald (Hg.), Stadtgemeinde Tirschenreuth. Neue historische Forschungen, Bd. 1, Pressath/Tirschenreuth 2014, S. 161-170.
  • Schwohnke Andreas, Kaiser Karl V. in der Oberpfalz. Sein Treffen in Tirschenreuth mit König Ferdinand und Moritz von Sachsen vor der Schlacht bei Mühlberg (Hg. von der Regionalgruppe Otnant des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Quellen und Erörterungen, Bd. 7), Pressath 2014.
  • Schwohnke Andreas, Reuth b. Erbendorf als Außenlager des KZ Flossenbürg, in: Bettschart, Resl und Kometen (Heimat – Landkreis Tirschenreuth 27), 2015, S. 87-95.
  • Schwohnke Andreas, Das Ende des Zweiten Weltkrieges in der Gemeinde Reuth und die Verhaftung des Generals von Salmuth, in: Reger, Weltkrieg und Tektonik (Heimat – Landkreis Tirschenreuth 28), 2016, S. 34-40.
  • Schwohnke Andreas, Ist Erbendorf 1173 Barbarossas Hoftagsort wegen des böhmischen Thronwechsels?, in: Reger, Weltkrieg und Tektonik (Heimat – Landkreis Tirschenreuth 28), 2016, S. 85-110.
  • Schwohnke Andreas, Jean-Baptiste-Joseph Desreumaux (1771-1850). Ein französischer Revolutionsflüchtling als Pfarrer, Erbauer und Wohltäter der Premenreuther Kirche, in: Metscher, Propst und Desreumaux (Heimat – Landkreis Tirschenreuth 29), 2017, S. 5-32.
  • Schwohnke Andreas, „Das Schmuckkästchen der nördlichen Oberpfalz“: 300 Jahre St. Katharina-Kirche in Reuth, in: Wir am Steinwald 25, 2017, S. 182-205.
  • Schwohnke Andreas, Die Flucht Kaiser Ferdinands III. von Prag nach Wien durch die Oberpfalz 1645, in: Die Oberpfalz 106, 2018, Heft 2 (März/April), S. 103-113.
  • Schwohnke Andreas, Von Frankreich ins Exil nach Premenreuth (zu Jean-Baptiste-Joseph Desreumaux), in: „Der neue Tag“ vom 3./4. Juli 2021, S. 16: Der neue Tag 3. Juli 2023 Von Frankreich ins Exil nach Premenreuth