September-Sitzung des Gemeinderates: Kläranlage: Nahezu Punktlandung bei den Kosten. - Neubau einer Tierklinik im Gewerbegebiet. - Planung für Photovoltaik-Anlage kurz vor dem Abschluss

Reuth bei Erbendorf. (ang) Nachdem die Gemeindebürger in den Jahren 2017 und 2018 bereits zwei der drei Raten für die Ertüchtigung der Kläranlage gezahlt hatten, wird ihnen in Kürze die Schlussabrechnung zukommen.
Erfreulicher Aspekt ist dabei, dass bei den kalkulierten Kosten für die Maßnahme letztendlich fast eine Punktlandung erreicht werden konnte. Wie Bürgermeister Werner Prucker in der Gemeinderatssitzung mitteilte, bewegen sich die Schlussabrechnungen für jeden Einzelnen sogar noch minimal unter den vorneweg ermittelten Beträgen. Die drei Fraktionssprecher begrüßten diesen erfreulichen Umstand und dankten allen Kräften, die sich dafür verantwortlich zeigten, dass sowohl in planerischer als auch in baulicher und vorallem der finanziellen Hinsicht die Rahmen eingehalten werden konnten.

Der Gemeinderat verabschiedete einstimmig den Neuerlass der Beitragssatzung für die Verbesserung und Erneuerung der Entwässerungseinrichtung der Gemeinde Reuth. Nach der Herausfilterung der beitragsfähigen und gebührenfähigen Kostenanteile, sowie der Ermittlung der prozentualen Einzugsflächenverhältnisse bei den einzelnen Sonderbauwerken konnte die Globalkalkulation der tatsächlich entstandenen Kosten durchgeführt  werden. Demnach belaufen sich nun die Verbesserungsbeiträge auf 9,03 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche und
0,36 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Auch bei der Abrechnung der jährlichen Betriebskosten für die Kläranlage Krummennaab stimmte das Gremium einer Neuregelung zu. Da im neuen Zwischenhebewerk der Kläranlage ein magnetisch-induktiver Durchflussmesser (MID) eingebaut und dieser Einbau durch die Stadt Windischeschenbach auch im Pumpwerk Bernstein vollzogen wurde, kann der prozentuale Anteil der drei Kommunen anhand der tatsächlichen Durchflussmengen exakt ermittelt werden. Bisher wurden die Einwohnerwerte zur Verteilung der Abrechnungen herangezogen, die Neuregelung sei auf jedenfall konkreter und gerechter waren sich die Gemeinderäte einig.

Die sich durch unzählige Gemeinderatssitzungen hinziehende Errichtung der Freiflächen-Photovoltaikanlage bei Rechenlohe könnte nach Ansicht des Bürgermeisters in naher Zukunft vom Tisch sein. Nach Abwägung der privaten und öffentlichen Stellungnahmen beauftragte das Gremium die Verwaltung und das Planungsbüro die genehmigungsfähige Fassung der Flächennutzungsplanänderung der Behörde vorzulegen. Selbiges gilt für den Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Freiflächen-Photovoltaikanlage Rechenlohe". Nach Erteilung der Genehmigungen durch das Landratsamt erfolgt die amtliche Bekanntmachung, danach könnte nach Pruckers Aussage in sechs bis acht Wochen die Sache erledigt sein.

"Die Gemeinderäte erteilten der Gemeinde Reuth einstimmig das gemeindliche Einvernehmen zur Einreichung des Bauantrags für den Einbau eines Radlercafes im alten Bahnhofsgebäude", hört sich ein bisschen sonderbar an, entspricht aber dem baurechtlichen Weg. Keinerlei Einwände gab es auch zum Antrag von Stefanie Rüger, die auf ihrem bestehenden Wohnhaus in Drahthammer die Errichtung eines Erkers beabsichtigt, sowie zum Bauantrag der Eigentümergemeinschaft Dr. Kristin Lambert, Susanne Karban und Kerstin Stobrawe, Eiglasdorf 4. Die Antragsteller planen den Neubau einer Tierklinik mit der Einrichtung von zehn Kunden- und Angestellten-Parkplätzen auf der Flurnummer 432/22 im "Misch- und Gewerbegebiet Premenreuth". "Das 32 mal 11 Meter große Gebäude fügt sich wunderbar in das Mischgebiet ein, wäre prima, wenn sich weitere Gewerbetreibende zur Ansiedlung animieren ließen", meinten die Fraktionssprecher im Einklang. Keine lange Diskussion erforderten die nur planungsrechtlich notwendigen Zustimmungen zu Vorhaben der Nachbarkommunen Windischeschenbach und Friedenfels.

Im letzten Punkt der Sitzung ging es um die Erstellung einer neuen Homepage für die Gemeinde im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft. Da die bisherige Plattform nicht mehr gewartet werden kann und diese nach Mitteilung des Landratsamtes zudem Sicherheitsbedenken aufwirft, kommen wir um eine Neuentwicklung nicht umhin, waren sich die Gremiumsmitglieder einig. Die Digitalisierung der Verwaltung schreitet weiter voran, die Maßnahme ist ein zukunftsweisender Schritt. Drei Angebote waren eingegangen, der Zuschlag ging an die Angebotsgemeinschaft Birgit Technik&Andreas Heinz aus Krummennaab, der Anteil für die Gemeinde Reuth beträgt 6 100 Euro.