Erneut erfolgreicher Filmabend „beim Rechersimer“

Aufmerksam verfolgten die Zuhörer das kurzweilige Interview mit Ernst Schießl, der hier im Bild auf der Leinwand zu sehen ist.Hans Meister zeigt Filmtrio vor vollbesetztem Haus
Ein mit Ernst Schießl aus Reuth geführtes Interview über die Geschichte seiner Familie bildete den Auftakt an diesem Filmabend. Im Teil 2 folgte eine technische Dokumentation über Schweißarbeiten der Deutschen Bundesbahn in den 1960er Jahren. Ein Kaleidoskop über landschaftliche Schönheiten und Attraktionen der Region beendete diesen Filmabend.
Der schon zur alljährlichen Tradition gewordene Filmabend „beim Rechersimer“ in Röthenbach am Steinwald war auch am vergangenen Freitag wieder ein großer Erfolg. Das zahlreich erschienene interessierte Publikum durfte sich auf einen dreiteiligen Filmabend freuen. Hans Meister gab vor jedem Film eine thematische Kurzeinführung zur Einstimmung.

Zum Auftakt wurde von Herrn Meister ein von ihm und seiner Frau Helga vor einigen Jahren geführtes Interview mit dem 2018 verstorbenen Ernst Schießl vorgeführt. Dies ist ein Zeitdokument der Filmemacher Hans Meister bei der Ansprache mit einer kurzen Einführung zu den Filmen.besonderen Geschichte der Familie Schießl aus Reuth.
Nur Ernst Schießl und sein Bruder Franz, der langjährig Metzger und Gastwirt in Reuth war, konnten von den insgesamt fünf Söhnen des Vaters Michael Schießl und ihrer Mutter Barbara eine Familie gründen. Zwei Söhne fielen im zweiten Weltkrieg, ein Sohn verstarb als junger Mann. Die harten Auswirkungen des Krieges auf die Familie Schießl wurden im Film anhand der beiden gefallenen Brüder herausgestellt. Die Tradition des Gasthofes „Schießl“ als beliebte Urlaubsadresse in den 1930er und 1940er Jahren sowie als Anlaufstelle für viele Flüchtlinge gegen Kriegsende arbeitete der Film im ersten Teil heraus. Mit einem langanhaltenden Applaus würdigte das Publikum das knapp einstündige Zeitdokument.

Nach der Pause zeigte Hans Meister einen kurzen Schwarz-Weiß-Film, den er 1965 am Reuther Bahnhof drehte. Thematisch ging es hier um das damalige Schienennetz der Deutschen Bundesbahn. Konkret wurde das Schließen von Schienenenden durch Schweißarbeiten gezeigt. Ziel dieser Maßnahme war ein geräuschärmeres Fahren mit dem Zug.
Der dritte Film, ein Kaleidoskop in bestechender Film- und Tonqualität über Landschaft und Ereignisse in unserer Heimat, zeigte unter anderen Herbstwanderungen im Wiesauer Weihergebiet, der Besuch des Kartoffelfestes in Neualbenreuth, eine Burgbesichtigung in Falkenberg sowie der 40-jährige Geburtstag der Jugendblaskapelle Reuth.
Für die zweistündige Filmvorführung applaudierten die Zuhörer zum Dank kräftig. Hans Meister bedankte sich bei seinem Freund und Sangesbruder Andreas Heinz für die technische Leitung während der Vorführung.