Gemeinderatssitzung vom 04. Dezember

Wasser und Abwasser: Gebühren und Beiträge werden der Kostenentwicklung angepasst. -   Zuschüsse zur Jugendarbeit. - Auf dem Bausektor tut sich was
Reuth bei Erbendorf. (ang) Als Vorabinformation für die Bürger stimmten die Gemeinderäte den Wortlauten neuer Satzungen zu, welche mit Beginn des neuen Jahres die Gebühren und Beiträge beim Wasser und Abwasser festlegen. Die Anpassungen müssen aus rechtlichen und verwaltungstechnischen Gründen zum 1. Januar erfolgen, die Höhe der Beiträge und Gebühren setzt eine noch durchzuführende endgültige Kalkulation voraus, welche erst im nächsten Jahr zu genauen Zahlen führt. Die genauen Wortlaute der Beschlüsse und Satzungen sind für die Bürger auf der Homepage der Gemeinde und den Anschlagtafeln veröffentlicht.

Nachdem die Deutsche Bahn den Haltepunkt Reuth modernst und behindertengerecht umgebaut hat und auch die Gemeinde mit der neuen Park&Ride Anlage die entsprechenden Voraussetzungen schuf, wird nun eine Sanierung und öffentliche Nutzung des künftig im Erdgeschoss leerstehenden Bahnhofgebäudes angestrebt. Die Gemeinde hat dazu eine derzeit laufende Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, welche die eventuelle Nutzung als Radlercafe prüft. Mit ihrem Beschluss beauftragten die Gemeinderäte die Verwaltung, bei der Regierung der Oberpfalz eine Bedarfsanmeldung für Mittel aus der Städtebauförderung einzureichen. Dazu besteht Dringlichkeit, weil dieses Förderprogramm zum Ende kommenden Jahres ausläuft.

Wegen einer geplanten Kernwegenetzmaßnahme in der Nachbargemeinde Krummennaab erfolgt eine Anhörung zur Planaufstellung der Teilnehmergemeinschaft Steinwald, seitens des Reuther Gremiums gibt es dazu keinerlei Einwendungen, Bedenken oder Anregungen. Dasselbe gilt für die Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange zur von der Stadt Windischeschenbach vorgelegten Aufstellung der Einbeziehungssatzung Nr. 1 "Dietersdorf".  Zur Bauvoranfrage von Maria und Martin Käß, die entlang des Rechersimerwegs zusätzliche 20 Parkplätze für ihre Zoiglwirtschaft planen, wurde das gemeindliche Einvernehmen in Aussicht gestellt. Das entsprechende Grundstück liegt zwar im Außenbereich, ist aber rechtlich gesichert über eine öffentliche Zufahrt erreichbar, zudem werden keine Anschlüsse zur Wasserversorgung und Entwässerung benötigt.

Zum Bauvorhaben von Andreas und Melanie Baier, die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage im Baugebiet Beckenacker II, kann die Verwaltung das beantragte Freistellungsverfahren abarbeiten, weil die Planungen allen Vorgaben entsprechen.

Zu Anträgen von drei örtlichen Vereinen zwecks Bezuschussung der Jugendarbeit orientierte sich das Gremium an den Zuwendungen des vergangenen Jahres. Dementsprechend erhält der TSV Reuth 1 800 Euro, der SC Reuth 850 Euro und die Schützengesellschaft Eichenlaub 550 Euro, die Fraktionssprecher bekräftigten allesamt die Wichtigkeit der finanziellen Unterstützung der Nachwuchsarbeit. Im abschließenden informativen Teil betonte der Bürgermeister, dass die erfreuliche Gewährung der 450 000 Euro Investitionshilfe mit Forderungen verbunden sei, wie die kostendeckende Neukalkulation der Wasser- und Abwasserpreise und die Angleichung der Grundsteuer B auf Durchschnittsniveau, sowie weiterhin sparsame Haushaltsführung. In den Schlussworten dankte Werner Prucker seinen Gemeinderatskollegen für das konstruktive und respektvolle Miteinander. Zweiter Bürgermeister Johann Neugirg gab Dank und Lob der Gremiumsmitglieder und schließlich aller Gemeindebürger mit besten Weihnachts- und Neujahrswünschen an den Bürgermeister weiter.