Neue Urnengrabanlage der Bestimmung übergeben

Bürgermeister Werner Prucker dankte Erwin Otte für die gelungene Umsetzung. Weiter im Bild die Gemeinderäte Albert Bader und Irene Meinzinger, sowie zweiter Bürgermeister Johann Neugirg. Bild: ang"Licht des Glaubens" spendet Kraft, Trost und Zuversicht
Premenreuth. (ang) "Kein Motiv hat in der Kunstgeschichte eine so zentrale Stellung eingenommen wie das Kreuz", bekräftigte Erwin Otte bei der kleinen Feierstunde zur Übergabe der neuen Urnengrabanlage auf dem Premenreuther Friedhof. Der Reuther Künstler habe bei dem von ihm konzipierten Urnenanlagen bewusst das Thema Kreuz zum zentralen Gestaltungselement gewählt. Das gelbnuancierte Glaskreuz wird durch einfallendes Sonnenlicht zum Leuchten gebracht, seine liegende Position erreichte eine andere Wahrnehmungsebene, sein Leuchten zu Gott sei verbunden mit der vom Christentum getragenen Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod, so die Philosophie des Künstlers. Aus heimischen Granit gefertigte Namenstafeln schaffen eine wahrnehmbare Einrahmung der begehbaren Kreuzform. Die zunächst auf 32 Grabstellen ausgelegte Anlage mit der Möglichkeit zur späteren Erweiterung wird durch eine eigens abgestimmte Bepflanzung ergänzt, welche mit integrierter Granitsitzbank zum Gebet, Verweilen und Gedenken einladen soll. Das Zusammenwirken von Stein, Glas und Licht sowie der unmittelbaren Umgebung mit dem Steinwaldrücken im Hintergrund sorgt für eine spürbar feierliche Stimmung, welche auch den Trauernden mit Licht erfüllt und Kraft, Trost und Zuversicht spendet. Erwin Otte dankte dem Reuther Gemeinderat für dessen Entscheidung zur Schaffung der Grabanlage.

Bürger der Gemeinde gaben im Herbst vergangenen Jahres den gedanklichen Anstoss zu dem Vorhaben, meinte Bürgermeister Werner Prucker in Begleitung einiger Gemeinderäte und im Beisein einiger an dem Bau beteiligter Personen. In der Dezembersitzung befasste sich sein Gremium eingehen mit dem Vorschlag mit dem Ergebnis, Erwin Otte zur künstlerischen Gestaltung ins Boot zu nehmen. Dieser brachte schon in die Februarsitzung seine ersten Vorstellungen ein und im März lagen den Gemeinderäte vier konkrete Modelle auf dem Tisch, am 8. Mai erfolgte an den Künstler der Auftrag für die vorliegende Version, erinnerte der Bürgermeister. In Kooperation mit den Firmen Adam (Eiglasdorf), Metallbau Meierhöfer (Erbendorf) und Steinmetzbetrieb Zwack-Neugirg (Kohlbühl) begannen im August die ersten Arbeiten, welche im Monat darauf mit der Bepflanzung den sichtbaren Erfolg brachten. Bürgermeister Prucker dankte allen beteiligten Kräften, nicht zuletzt auch den Mitarbeitern des Bauhofs und vor allem Erwin Otte, der dem Premenreuther Friedhof mit der Umsetzung seines Gedankens eine deutliche Aufwertung verliehen habe. Verbunden mit dem Gräbergang wurde die örtliche Geistlichkeit an Allerheiligentag der neuen Urnengrabanlage auch den kirchlichen Segen spenden.