Freigabe der Park&Ride Anlage am Bahnhof Reuth

Mit dem Durchschneiden des Absperrbandes gaben die Verantwortlichen und Ehrengäste der Nutzung der neuen, barrierefreien Park&Ride Anlage am Bahnhaltepunkt Reuth grünes Licht. Von links:  Ing. Josef Wolf, Gemeinderat Bernhard Adam, Walter Reichenberger (Bahn), Daniel Utz (Firma Braun), Gemeinderat Josef Zölch, Larissa Wegmann (Regierung Oberpalz), zweiter Bürgermeister Johann Neugirg, Bürgermeister Werner Prucker, stellvertretender Landrat Roland Grillmeier und Steinwald-Allianz-Vorsitzender Hans Donko. Bild: angViel Lob für die Gemeinde - Investition in die richtige Richtung
Reuth bei Erbendorf. (ang) Mit der Eröffung der neuen Park&Ride Anlage am Bahnhaltepunkt Reuth ist nicht nur ein häßliches Umfeld beseitigt worden, sondern ein Vorzeigeareal für kleinere Bahnhöfe entstanden. Die Redner beim kleinen Festakt am Freitag waren sich einig, dass die Gemeinde mit ihrer vor Jahren gefällten Entscheidung einen Schritt in die richtige Richtung getan habe. Im Zusammenwirken mit der Bahn und den für sämtliche Fördermittel zuständigen Behörden entstand in Reuth ein Vorzeigeobjekt, welches in der Region ihresgleichen sucht. Bereits seit längerem wurden auf den umgebauten Bahnsteigen die Überquerung mit den Aufzügen in Betrieb genommen. Weil nun die gesamte Park&Ride Anlage mit den 25 Parkplätzen inklusive der Behinderten- und Frauenparkplätze, der unmittelbar an die Bahnsteige anschließenden Bushaltestelle und dem Fahrradunterstellplatz auch auf in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen ausgerichtet ist, verdient sich das Gesamtobjekt das Prädikat "behindertengerecht - barrierefrei".

Im Beisein einiger seiner Ratskollegen hob Bürgermeister Werner Prucker unter den Ehrengästen besonders Landtagsabgeordneten Tobias Reis Bürgermeister Werner Prucker: "Der Bau der P&R Anlage war für die Verhältnisse unserer Gemeinde eine relativ große Herausforderung, trotzdem sind wir überzeugt, den richtigen Schritt getan zu haben!" Bild: anghervor, der sich maßgeblich bei der Gewinnung der Fördermittel eingebracht hat, ebenso Erbendorfs Bürgermeister Hans Donko als Vorsitzender der Steinwald-Allianz. Als Vertreter der Bahn begrüßte Prucker die zuständigen Bereichsleiter Walter Reichenberger für die DB-Station und Service und Dietmar Schieder für die DB-Netz AG, sowie den Chef der ausführenden Baufirma Braun aus Weiden Daniel Utz. Der Bürgermeister betonte, dass mit dem Bau der P&R Anlage ein städtebaulicher Missstand beseitigt, die Fläche aufgewertet und einer zukunftsorientierten Nutzung zugeführt wurde. Wir sind überzeugt, dass sich diese Attraktivität auch in steigenden Nutzungszahlen niederschlägt. Weiterhin positiv bewertete Prucker, dass die veranschlagte Gesamtsumme von 660 000 Euro wahrscheinlich nicht überschritten wird. An Fördermitteln fließen gut 205 000 Euro aus dem Topf des "Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)", 280 000 Euro aus dem Bereich des Städtebaus (Freilegung des Areals mit Abbruch der Güterhalle) und eine kleine auf 5 000 Euro gedeckelte Bezuschussung des Landkreises.

Als Planer und Begleiter des gesamten Projektes betonte Josef Wolf vom Kemnather Ingenieurbüro Wolf&Söhne, dass das städtebauliche Ziel, die Verkehrsinfrastruktur zu stärken, vollkommen gelungen sei. Die übersichtliche Neuordnung, auch den Menschen mit Mobilitätseinschränkung eine Perspektive der Barrierefreiheit zu bieten, sei für ihn ein wichtiger Gesichtspunkt. Wolf zollte den Verantwortlichen der Gemeinde Respekt und dankte mit Blick auf Daniel Utz auch der ausführenden Baufirma für die konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit. Dem Gedanken der Stärkung und Wiederbelebung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region räumte stellvertretender Landrat Roland Grillmeier großen Zukunftswert ein. Für ihn und den Landkreis zählt das Bemühen, für die Bürger auch das Umfeld mit dem Weg zu den Haltestationen noch flexibler zu gestalten.

Als Vorsitzender der Steinwald-Kommunen sei für ihn die Anbindung des Reuther Bahnhofs an das Radwegenetz geradezu ein optimaler Aspekt, meinte Erbendorfs Bürgermeister Hans Donko. Er gratulierte der Gemeinde zu dem zukunftsorientierten Schritt und bekräftigte, dass der Bahnhof in Reuth sowohl in der Vergangenheit wie auch heute für die Leute in seiner Steinwaldstadt und der Umgebung ein "Herzstück" war und ist. Abgeordneter Tobias Reis sah in dem Gedanken der Gemeinde von Beginn weg eine gute Sache, der natürlich der Zeitpunkt des Zukunfts-Investitions-Programms (ZIP) des Staates günstig entgegen kam. Das 2 000 Quadratmeter umfassenden Projekt sei ein Vorzeigeareal geworden und ein deutlicher Fingerzeig für eine integrierte bis intelegente Entwicklung im gesamten Landkreis.

Larissa Wegmann, die Nachfolgerin von Ludwig Reidlberger, der bei der Regierung hauptsächlich für die Bereitstellung der ÖPNV-Mittel verantwortlich war, übermittelte die Grüße von Regina Harrer, die in Regensburg im Bereich Städtebau die Maßnahme positiv begleitete. Bahnvertreter Walter Reichenberger dankte nicht zuletzt im Namen aller Bahnreisenden für den künftigen Komfort. Alles sei nun aus einem Guss, die Gesamtkosten einschließlich des Haltepunktumbaus mit den Aufzügen und der P&R Anlage bezifferte er auf Anfrage auf etwa 3,4 Millionen Euro.