Sitzung des Gemeinderates am 08. Mai 2019

Auftragvergabe für Gestaltung der Urnengrabanlage - Fertigstellung bis spätestens im Herbst - Neuerlass einer EntwässerungssatzungFast alle Straßenlaternen im Gemeindebereich wurden kürzlich mit LED-Röhren umgerüstet. Laut Berechnungen sollen sich die Kosten dafür durch weniger Stromverbrauch bereits in vier Jahren amortisiert haben.  Bild: ang
Reuth bei Erbendorf. (ang) Spätestens mit der Fertigstellung noch vor Allerheiligen wird der Premenreuther Friedhof eine dringend erforderliche kosmetische Aufwertung erfahren. Schon in seiner letzten Sitzung beschloss der Gemeinderat die Gestaltung einer neuen Urnengrabanlage und einigte sich für einen von vier vorgelegten Entwürfen von Erwin Otte. Der Reuther Künstler hatte nun zur Maisitzung bereits ein komplettes Leistungsverzeichnis mit einem Kostenumfang von 28 759,58 Euro vorgelegt. In Anbetracht der alles umfassenden Arbeiten (Planung, Metallrahmen-, Erd- und Steinmetzarbeiten) zeigten sich die Gremiumsmitglieder positiv überrascht von dem Angebot, zumal Erwin Otte mit dem gläsernen Kreuz im Zentrum der Anlage künstlerische Elemente mit einbringt und auch die Überwachung und bauliche Realisierung des gesamten Projekts begleiten wird.

Weil die Gemeinde in den kommenden Jahren nicht umhinkommen wird, ihre maroden Abwasserkanäle zu sanieren, sollen natürlich auch alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden. Ein entsprechender Antrag wurde von der Verwaltung bereits beim Wasserwirtschaftsamt eingereicht. Dieses verlangte nun für das Förderprogramm "RZWas 2018" einen Beschluss des Gemeinderats als Zuwendungsempfänger nachzureichen. Bei einer inhaltlichen Prüfung der bisher geltenden Entwässerungssatzung durch einen Fachanwalt wurde ermittelt, dass aus Gründen vollkommener Rechtssicherheit einige Änderungen dringend erforderlich wären. Den Räten lag nun die neue, überarbeitete Satzung vor, nach kurzen Stellungnahmen wurde mit sofortiger Wirkung der Neuerlass beschlossen. Der gesamte Satzungstext kann auf der Gemeindeseite im Internet eingesehen werden.

Nachdem die Bayernwerk Netz GmbH in den letzten Tagen im gesamten Gemeindebereich die Straßenlaternen mit LED-Röhren umgerüstet hat, wurde sie vom Gremium mit einem neuen Auftrag betraut. Zur gleichmäßigen Ausleuchtung der neuen Park&Ride-Anlage am Bahnhof, wo übrigens die Bauarbeiten schon voll im Gange sind, müssen fünf Brennstellen installiert werden, damit die Sicherheit der Bahnreisenden gewährleistet ist. Der Angebotspreis dafür beläuft sich auf 8 267,99 Euro, die Kosten fallen im Zuge der Baumaßnahme relativ günstig aus, meinten der Bürgermeister und die Fraktionssprecher im Einklang.
Dem Bauantrag von Michael Roderer, Premenreuth, Fliederstraße 11, der im Obergeschoß des Gebäudes in der Reuther Straße 15 eine Wohnung einzubauen beabsichtigt, wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Dieses wurde der Bauvoranfrage von Stefan Beyer, Premenreuth, Falkenberger Straße 31a in Aussicht gestellt, die exakten Details müssen nach Einreichung der Planungsunterlagen mit dem Bauamt abgeklärt werden. Der Antragsteller beabsichtigt die Errichtung eines mit Hackschnitzel befeuerten Blockkraftheizwerks zur Selbstversorgung mit Wärme und Strom.

Zurücknehmen muss die Gemeinde ihren im Dezember gefassten Aufstellungsbeschluss für das Bauleitplanungsverfahren "Hasen Süd". Laut einer Stellungnahme der höheren Landesplanungsstelle der Regierung in Regensburg habe das Verfahren keine Aussicht auf Genehmigung, die gleiche Beurteilung vertritt auch die Baubehörde im Landratsamt, die baulichen Vorhaben in Hasen seien nur mit schrittweisen Einzelgenehmigungen möglich. Die Gemeinderäte beschlossen die Aufhebung des Planungsverfahrens "Hasen-Süd" und des darin geschlossenen Durchführungsvertrages.