"Politischen Kaffeeklatsch" beim AsF-Ortsverein

Sozialdemokratische Basis funktioniert - Viele Zuhörer beim "20"Bezirks- und Kreisrätin Brigitte Scharf informierte die vielen Zuhörer beim Politischen Kaffeeklatsch des AsF-Ortsvereins Reuth über Neuerungen im Sozialwesen. Bilder: ang
Reuth-Premenreuth. (ang) Wie politische Basisarbeit funktionieren kann, bewiesen in Reuth die beiden Ortsvereinigungen von SPD und AsF in der Vergangenheit schon über viele Jahre. Dass dies auch in schweren Zeiten für die Sozialdemokraten geschehen kann, zeigte sich wieder mal beim inzwischen 20. Politischen Kaffeeklatsch, zu dem die AsF-Frauenorganisation ins TSV-Sportheim in Premenreuth geladen hatte.
Als in Sozialangelegenheiten besonders versierte Expertin zieht Bezirks- und Kreisrätin Brigitte Scharf immer wieder viele Interessierte in ihren Bann. Die Erbendorferin informierte ihre gut 70-köpfige Zuhörerschaft mit deutlichen Worten und verständlichen Beispielen über Gesetzesänderungen, Neuerungen und allem Wissenswerten in der Sozialpolitik.

AsF-Vorsitzende Irene Meinzinger eröffnete den Nachmittag und durfte dazu auch Bürgermeister Werner Prucker, die AsF-Bezirks- und Kreisvorsitzende Christine Trenner, die Seniorenvereine aus Reuth und Krummennaab-Thumsenreuth und den AsF-Ortsverein Erbendorf begrüßen. Die Frauen des Gastgebers boten zunächst ihren Gästen zum Kaffee wieder ein verführerisches, kostenloses Kuchen- und Tortenbüfett an, bevor Brigitte Scharf das Wort ergriff.

Die Sozialexpertin ging eingangs ausführlich auf die seit Jahresbeginn in Kraft getretenen Rentenänderungen ein und verdeutlichte die Pro- und Kontrapunkte dazu. Zur Mütterrente meinte Scharf, dass diese eigentlich besser Erziehungsrente heißen sollte, weil auch Männer darauf Anspruch haben. Allgemein sei die neue Regelung zu begrüßen, weil auch für die vor 1992 geborenen Kinder ein, wenn auch nur halbierter Anspruch gilt, andererseit heißt es Augen auf, damit bei Einberechnung von Sozialhilfe oder Wohngeldanspruch auch unter dem Strich die Rechnung aufgeht. Ein deutliches Plus gibt es bei der Erwerbsminderungsrente, wo allerdings Unmut herrscht, weil die Altfälle nichts von der Neuregelung abbekommen.
Schließlich gab Brigitte Scharf auf die geplante Grund- oder besser Respektrente, die, 35 Jahre Versicherungsjahre vorausgesetzt, jedenfalls zehn Prozent über dem Sozialhilfesatz liegen sollte. Bereitwillig stand die Rednerin zu zahlreichen Fragen Rede und Antwort.

Zum Schluss der Veranstaltung wollte es Christine Trenner nicht versäumen, allen Helfern beim AsF-Benefizkaffeekränzchen in Röthenbach zu danken. Da sowohl die Kuchen und Torten als auch das Abendbüfett von den AsF-Damen des Kreises gesponsert wurden, blieben stolze 1 270 Euro Reingewinn, wovon 500 Euro an den örtlichen Kindergarten, 500 Euro an die Aktion "Lichtblicke im Landkreis" und 270 Euro an die Tafel in Erbendorf gingen.