Rekordbesuch bei Jahreshauptversammlung des TSV Reuth

Drei Neue in der Führungsriege des TSV Reuth. Hinten von links: Stefan Bauer, Egon Böhm, Raimund König und Markus Neugirg. Mitte von links: Helmut Stefan Neugirg, Bürgermeister Werner Prucker, Stefan Hösl, Albert von Podewils, Hansi Stangl, Sebastian Hösl, Bernd Stengl, Stefan Hösl (Reuth), Erich Hasenfürter, Jonas Zeitler und Uli Schwamberger. Sitzend von links: Johann Neugirg, Wolfgang Köllner, Julia Hösl, Franziska Espada und Tanja Hösl. Bild: angSportheim und Bandenwerbung finanzielle Erfolgsgaranten 
Reuth bei Erbendorf. (ang) "TSV Reuth ist wesentlich mehr als nur Fußball" meinte Helmut-Stefan Neugirg, der am Samstag als stellvertretender Vorsitzender für den auf Kur weilenden TSV-Boss Peter Schieder die Jahreshauptversammlung leitete. Der noch nie zuvor dagewesen gute Besuch spiegelt das Rieseninteresse und diese Aussage wieder, betonte Bürgermeister Werner Prucker in seinem Grußwort, "der TSV ist gelebte Gemeinschaft mit großen Verdiensten in Sachen Jugendarbeit."

Bei den Neuwahlen stellten die Funktionäre und Mitglieder auch für die nächsten zwei Jahre die Weichen in eine erfolgreiche Zukunft.
Vorsitzender bleibt Peter Schieder, seine Stellvertreter Helmut-Stefan Neugirg und Uli Schwamberger, sowie Schriftführer Bernd Stengl und Hauptkassier Erich Hasenfürter stellten sich ebenfalls der Wiederwahl.

Das zehnköpfige Beisitzerteam setzt sich aus Stefan Bauer, Egon Böhm, Franziska Espada (neu), Julia Hösl (neu), Sebastian Hösl, Stefan Hösl (Reuth), Wolfgang Köllner, Raimund König, Markus Neugirg und Jonas Zeitler zusammen. Desweiteren gewählt wurden Kassenprüfer Lothar Neugirg und Johann Neugirg, Platzkassiererin Tanja Hösl, Platzwart Stefan Hösl (Erbendorf), Fußballabteilungsleiter Hansi Stangl, Schiedsrichterobmann Johannes Zintl, sowie als Ansprechpartner im Breitensport Peter Schieder, Breitensport-Jugendkoordinatorin Barbara Neugirg und für Prävention Egon Böhm. Zurückgekehrt in die Führungsmannschaft ist Albert von Podewils, der sich für den Bereich Jugendfußball und als Ehrenamtsbeauftragter zur Verfügung stellt.

 

In seinem Jahresbericht ließ Vorsitzender Peter Schieder verlauten, dass sich im Berichtszeitraum die Mitgliederzahl um 25 auf stolze 438 Personen gemehrt habe, was natürlich in erster Linie auf die Entwicklung der TSV-Garde mit mittlerweile 40 Aktiven zurückzuführen sei. Die baulichen Maßnahmen hielten sich in überschaubarem Rahmen, dafür ist für dieses Jahr Größeres in Planung. Am Sportheim soll ein Anbau entstehen, der ermöglicht, den Eingang in den Bereich der jetzigen Garderobe zu legen. Vordergründig ist dabei der Gedanke, dass die Gäste nicht mehr unmittelbar am Küchenbereich vorbeikommen und Zugluft im vorderen Gastzimmer der Vergangenheit angehört. Im Winter sind dann die Erneuerung der Fenster, des Fußbodens und des Thekenbereichs, sowie letztendlich die Anschaffung neuer Tische, Stühle, Bänke und einer neuen Theke eingeplant. "Sicherlich eine sehr große finanzielle und arbeitsintensive Herausforderung", zitierte Helmut-Stefan Neugirg seinen Vorsitzenden, welcher schon jetzt an das kräftige Mittun seiner Mitglieder appellierte.

Zum sportlichen Verlauf wollte Schieder den Mannschaftsbetreuern nicht vorgreifen, aber sein Dank galt allen, die sich im breitgefächerten Vereinsgeschehen, besonders im Bemühen um den Nachwuchs uneigennützig einbrachten. Im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Ereignissen und Veranstaltungen wollte der Vorsitzende nicht versäumen, den involvierten Personen bei der Sportheimbewirtschaftung und der Pflege der Bandenwerbung als Haupteinnahmequellen des Vereins, der Bevölkerung und der Firmenlandschaft besonderen Dank auszusprechen. Engagement, Zeitaufwand und auch der finanzielle Aspekt können hierbei in Zahlen überhaupt nicht ausgedrückt werden, nur so funktioniert eigentlich erfolgreiche Vereinsarbeit zum Wohle einer großen Gemeinschaft, meinte er abschließend seiner Jahresrückschau.

Hauptkassier Erich Hasenfürter legte in seinem umfangreichen Zahlenwerk der Versammlung einen erfreulich positiven Abschluss vor, der mit dem Angesparten der Vorjahre die geplanten Baumaßnahmen in ein finanziell realistisches Licht rückt. Die Kassenrüfer Lothar Neugirg und Johann Neugirg lobten die saubere Arbeit des seit mehreren Jahrzehnten tätigen Kassiers und allen dessen Helfern, Entlastung wurde einstimmig erteilt.

 

Sportheim bis auf den letzten Platz gefüllt - 80 Minuten lang Berichte der Betreuer - Garden-Tanzgruppen eine große Bereicherung
Die Berichte bei der einen Rekordbesuch verzeichnenden Jahreshauptversammlung zeigten mehr als deutlich auf, welche vielschichtigen Aktivitäten Ein Rieseninteresse zeigten die Zuhörer bei der TSV-Jahreshauptversammlung im bis auf den letzten Platz gefüllten Sportheim bei den Berichten der Mannschaftsleiter und Betreuer. Bild: ang   sich hinter dem "Qualitätsnamen TSV Reuth" verbergen. Nicht weniger als eine Stunde und zehn Minuten nahmen die mehr oder minder ausführlichen Zusammenfassungen der Spartenleiter und Betreuer in Anspruch, trotzdem verfolgten die Zuhörer das Geschehen mit größtem Interesse.

Für die jüngsten Fußballer berichteten Stefan Hösl und Bernd Stengl von gut funktionierenden Spielgemeinschaften mit Krummennaab, sowie vom Steinwaldcup-Turnier und dem Zeltlager. Beide betonten, dass ihre Altersstufen (F- und E-Junioren) gut besetzt seien und der Trainingsfleiß ihre Kicker voranbringt. Bei den D-Junioren gab es einen Wechsel in der Spielgemeinschaft von Falkenberg zu Erbendorf. Der spielerische Erfolg gestaltet sich noch durchwachsen, längerfristig habe man aber den Aufstieg im Visier, so Leiter Eric Stiewing. Ebenso in guter, kooperativer Zusammenarbeit mit dem TSV Erbendorf zeigt sich Peter Schieder zuversichtlich, in den Bereichen C-, B- und A-Junioren schlagkräftigen Nachwuchs aufzubauen. Die Reservemannschaft hatte 2017/18 mit dem 3. Platz bei 55 Punkten ihre beste Saison, im laufenden Wettbewerb liegt das Team gut in der vorderen Tabelle, in gesellschaftlicher Hinsicht sei man in jedem Fall bundesligatauglich schmunzelte Daniel Budnik, der für den verhinderten Coach Stefan Schieder berichtete. Zum Altherrenfußball meinte Magnus Neugirg mit heiterem Unterton, dass der Auftakt und der Saisonabschluss sehr gut waren, das durchwachsene Zwischendrinn wäre mit dem Schiedsrichter-Videobeweis sicherlich besser ausgefallen.

Für die erste Mannschaft war natürlich der Aufstieg in die Kreisliga der Höhepunkt. Ebenso für ihren Trainer Michael Bachmeier, der auch in der laufenden Saison nach dem verkorksten Beginn mit dem neuen Trainer dankenswerter Weise in die Bresche sprang. Abteilungsleiter Hansi Stangl wünschte dem "Fußballverrückten" nach fünfjährigem Engagement in Reuth viel Erfolg, wenn er nach der Saison zu seinem Heimatverein Windischeschenbach zurückkehrt. Stangl bewertete die bislang etwas unglücklich verlaufene Kreisligasaison auch von großem Verletzungspech verfolgt. Ausser Spielführer Jonas Zeitler, dem nach schwerer Knieverletzung sogar das Karriereende droht, fielen weitere Leistungsträger schon bald längerfristig aus. "Wir kämpfen weiter wie die Löwen für den Klassenerhalt, sollten wir absteigen, wäre es aber auch keine Tragödie", meinte der Spielleiter mit einem Dank an die Mannschaft, die Spielerfrauen und allen, die dem Team den Rücken stärken.

Zehn Kinder betreut Julia Hösl in ihrer Tanzgruppe "Funky Feets" und gar 14 Mädels in ihrer jungen Garde, die neun Auftritte hatte und beim Jugendgardewettbewerb in Nabburg unter 30 Vereinen eine sehr gute Figur abgab. Emotional und temperamentvoll gestaltete sich der Bericht von Franziska Espada zur Senkrechtstarter-Sparte im TSV Reuth, der Faschingsgarde, in der elf weibliche und zwei männliche Aktive mit dem Prinzenpaar zeitaufwändig ein akribisches Training und 19 Veranstaltungen meisterten. Die Leiterin hob die Begeisterungsfähigkeit ihrer Truppe hervor und dankte auch dem die Auftritte begleitenden Hofstaat. Die Sparten Mutter-Kind-Turnen, Zumbagruppe, Boxertraining und der Ehrenamtsbeauftragte ließen zufriedene Statements verkünden. Starken Rückhalt für den Verein und ihre Teams demonstrieren der TSV-Fanclub mit seinen 86 Mitgliedern und der Förderverein-Lottogemeinschaft mit 62 Personen. Maria Roderer betonte, das die Fangemeinde 930 Euro an den Nachwuchs ausschüttete, bei der Sportheimbewirtschaftung mithilft und die Plakatierung mit Werbepartnern durchführt. Die Lottospieler warten zwar weiterhin auf den "großen Knall", aber auch sie können jede Nachwuchssparte mit 200 Euro fördern, sagte Tippgemeinschaftschef Wolfgang Köllner.

Bürgermeister Werner Prucker bekräftigte in seinem Grußwort den großen Stellenwert des TSV Reuth, der mit seinen Aktivitäten, der gepflegten Sportanlage und den Erfolgen seiner Gruppierungen das Ansehen der Gemeinde weit über die regionalen Grenzen hinausträgt. Vor allem in Sachen Jugendbetreuung nehme der Verein eine Vorbildsfunktion ein, deren Bedeutung größte Achtung verdient. Die Gemeinde stehe derzeit in Grundstücksverhandlungen, damit das Sportgelände vom bisherigen Pachtverhältnis in gemeindlichen Besitz übergehen kann, meinte das äußerst optimistisch klingende Gemeindeoberhaupt.
 

 Helmut-Stefan Neugirg (rechts) und Uli Schwamberger dankten Hans Wagner. Seit sagenhaften sieben Jahrzehnten ist der 95-jährige Premenreuther mehr als nur Mitglied im TSV Reuth.         Bild: ang   Hans Wagner 70 Jahre Mitglied des TSV Reuth -  Weitere Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung

Nach dem Ehrungsmarathon, anläßlich des 70-jährigen Vereinsjubiläums vor zwei Jahren, standen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wieder zahlreiche Ehrungen von langjährigen Mitgliedern an. Leider musste sich der TSV Reuth im vergangenen Berichtszeitraum auch von drei altgedienten Sportfreunden für immer verabschieden. Michael Zier (67 Jahre Mitglied), Max Hasenfürter (65 Jahre Mitglied) und Paul Budnik (59 Jahre Mitglied) und allen Verstorbenen galt das ehrende Gedenken der Versammlungsteilnehmer.

Als Versammlungsleiter betonte zweiter Vorsitzender Helmut-Stefan Neugirg, dass die Vereinsmitglieder das Gerüst der großen Sportlergemeinde TSV Reuth bilden, besonders, wenn sie über viele Jahre oder gar Jahrzehnte die Höhen und Tiefen mitgestalteten. Mit Unterstützung des dritten TSV-Vorsitzenden Uli Schwamberger überreichte er an die Jubilare die Urkunden mit den entsprechenden Vereinsnadeln.

Zehn Jahre beim TSV sind Nina Beyer, Lena Hösl, Fabian Moller, Tobias Schraml,Ehrungen langjähriger Mitglieder des TSV Reuth: Von links: Helmut-Stefan Neugirg, Stefan Menzl, Reinhold Neubauer, Klaus Neugirg, Johann Schedl, Hans Wagner, Lothar Anzer, Manuel Neugirg, Xaver Tretter, Bernhard Frummet, Peter Höcht, Lena Hösl, Kerstin Schieder, Isabelle Riedl, Klaus Koller und Uli Schwamberger. Bild: ang Kevin Nickl, Isabelle Riedl, Simon Steiner und Tobias Moller.
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Heinrich Hilmer, Beate Roderer, Anna Hasenfürter, Kerstin Schieder, Markus Greitzke, Armin Stangl, Tobias Meinzinger, Benjamin Frummet, Nicolas Zeitler (Sallak), Stefan Menzl und Reinhold Neubauer.
Schon auf vier Jahrzehnte können Xaver Tretter, Manuel Neugirg, Klaus Neugirg, Lothar Anzer und Klaus Koller zurückblicken und gar ein halbes Jahrhundert sind Bernhard Frummet, Ludwig Höcht, Peter Höcht (Reuth), Wolfgang Rupprecht und Johann Schedl TSV-Getreue. Eine eher seltene Vereinszugehörigkeit gab es mit Hans Wagner zu feiern. Auf diesen immer noch äußerst vitalen Sportfreund kann der TSV Reuth schon seit "70 Jahren" bauen, wäre er im Jahre seines Vereinsbeitritts nicht erst aus der Kriegsgefangenschaft heimgekommen, so hätte er schon zwei Jahre zuvor mit Sicherheit zu den Gründervätern der Reuther Fußballer gehört.

Nach den vielen Dankesworten wartete zum Schluss der Jahreshauptversammlung die Sparte Aikido mit einer interessanten Videodemonstration über ihre auf Selbstverteidigung basierende Sportart auf. Die im Stiftland-Aikido zusammengeschlossenen Aktiven trainieren seit 23 Jahren in der Premenreuther Mehrzweckhalle und sind ein fester und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des TSV Reuth geworden.