Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft Reuth - Premenreuth

Ehrungen für langjährige Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft Reuth - Premenreuth. Von links: Bürgermeister Werner Prucker, Harald Blommer, Raimund König, Josef Trottmann, Wolfgang Käß, Bruno Neugirg, Otto Höfer, Bernhard Zeus, Lothar Neugirg und Vorsitzender Edgar Wagner. Bild: angVertikutierer, Gerüst und Holzspalter am meisten verliehen - Gartenfest war voller Erfolg - Zahlreiche Ehrungen
Premenreuth. (ang) Der ansprechende Gerätepark sei nach wie vor der Stolz der Siedlergemeinschaft, betonte Vorsitzender Edgar Wagner bei der Jahreshauptversammlung im TSV-Sportheim, auch wenn sich der Ausleihetrend verändert hat. Gerätschaften, wie Gartenfräse und Häcksler sind heute kaum mehr gefragt, während die Vertikutierer im Frühjahr und das Gerüst fast im Dauerverleih sind und auch der Holzspalter desöfteren im Einsatz ist. In diesem Zusammenhang lobte der Vorsitzende den Einsatz aller Gerätewarte, welche das vorhandene Material das ganze Jahr über in Schuss halten und den Verleih koordinieren, ebenso dankte er den Austrägern der Siedlerzeitschrift.

Wagner bekräftigte, dass derzeit keine Neuanschaffungen von Geräten in Planung seien, einzig das fünf mal zwölf Meter große und zehn Jahre alte Zelt weist doch unübersehbare Gebrauchsspuren auf. Besonders die Ecken der Dachplanen mussten schon etliche Male verstärkt werden. Für eine Ersatzbeschaffung sei weniger die Finanzierung das Problem, vielmehr müsste sich für den ordentlichen Auf- und Abbau ein weiterer, eventuell jüngerer "Zeltmeister" finden, und da ist derzeit nichts in Aussicht, genauso wenig wie in der Personalie um seine Nachfolge, meinte Wagner, der seit März 1994 erster Vorsitzender ist. Auf die Mitgliederstatistik eingehend sagte er, dass trotz vier Sterbefälle der Stand von 224 Mitgliedern konstant gehalten werden konnte, doch es immer schwieriger werde, gerade jüngere Hausbesitzer für den Siedlergedanken zu begeistern. Die vier im Vorjahr verstorbenen Mitglieder Paul Budnik, Alfons Schieder, Rosa Budnik und Manfred Gretsch schlossen die Versammlungsteilnehmer in ein stilles Gedenken ein.

Dass die Siedler finanziell recht gut über die Runden kommen, sei nach Wagners Worten neben dem unentgeltlichen Engagement vieler im Führungsgremium, auch ein Verdienst der Mitglieder und der Bevölkerung.
Wie der Kassenbericht von Bernhard Greger bestätigte, liefern in erster Linie die Einnahmen aus dem alljährlichen Gartenfest den Grundstock für den finanziellen Spielraum, welcher den Siedlern erlaubt, die Hälfte der Kosten für die Seilbahn am Premenreuther Spielplatz zu tragen. Die zweite Hälfte des gut 5 000 Euro kostenden Spielgeräts, welches in Kürze installiert werden soll, wird nach einem Gemeinderatsbeschluss aus den Bürgerfesterlösen getragen. Neben dem Gartenfest im Juli hob der Vorsitzende die Nikolausfeier, den Dämmerschoppen im Gasthaus Bauer, die Fahrt des Kreisverbandes zum Weihnachtsmarkt im Gut Wolfgangshof bei Zirndorf und natürlich das Dotschbraten beim Bürgerfest besonders hervor. Verbunden war dies mit dem Dank an alle Helfer, vor allem der Frauengruppe, ohne die laut Wagner, nichts laufen würde.

Edgar Wagner ging kurz auf die für in diesem Jahr geplanten Aktivitäten der örtlichen Gemeinschaft und des Kreisverbandes ein und gab kurze Statements über die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung, den Stand über Änderungsabsichten zur Grundsteuer und der Kläranlagenertüchtigung. Zusammen mit Bürgermeister Werner Prucker überreichte der Vorsitzende Ehrennadeln mit Urkunden an langjährige Mitglieder. Leider waren einige der Geehrten aus gesundheitlichen oder anderweitigen Gründen entschuldigt, wie Reinhard Müller und Loni Neugirg, die seit der Gründung vor 60 Jahren zu den Siedlern halten, ebenso Monika Weiß, die 50 Jahre dabei ist. Seit 30 Jahren Mitglied sind Erwin Otte, Wolfgang Käß, Ernst Wirth, Bernhard Hösl, Bernhard Müller, Bruno Neugirg, Lothar Neugirg, Doris Bauer, Josef Trottmann, Jürgen Konz und Harald Blommer. Karl Frister, Michaela Reber, Josef Uhl, Alfons Roderer, Bernhard Zeus, Karola Prucker, Otto Höfer, Norbert Riedl und Raimund König sind seit 20 Jahren, Alexander Schmidt seit zehn Jahren Siedlermitglied.

"Langjährige Mitglieder bilden das gesunde Fundament einer jeden Gemeinschaft", bekräftigte der Bürgermeister. Er dankte den Siedlern für ihr gesellschaftliches Engagement und ihren Beitrag, der Gemeinde ein vorzeigenswertes, blühendes Erscheinungsbild zu verleihen. Der Dotschstand mit den legendären Siedlerburgern, im Vorjahr bereits zum 19. Male auf dem Reuther Bürgerfest ein beliebter kulinarischer Genuss, sei von dieser Veranstaltung nicht mehr wegzudenken, so Prucker, der abschließend den Versammlungsteilnehmern noch interessante Informationen zu einigen wichtige Fachthemen gab.