Ausgelassene Stimmung beim Musikantenfasching

Von weither kamen die Mitwirkenden und auch viele der zahlreichen Besucher des unterhaltsamen Musikantenfaschings. Bild: angLieder, Sketche, Couplets und jede Menge Gaudi
Röthenbach. (ang) Dass die Sänger und Musikanten ausgelassen feiern können, beweisen sie bei ihren monatlichen Zusammenkünften jedesmal wieder. So auch am vergangenen Donnerstag bei ihrer Faschingsfeier in der gut gefüllten Rechersimer-Zoiglstube. Die zahlreichen Besucher und Mitwirkenden kamen schnell in Stimmung, nachdem Edeltraud Frank die gesamte Runde witzig humorvoll begrüßt hatte. Herbert Storek (Kemnath), Josef Kämpf (Stadt Eschenbach), Willi Prechtl (Fichtelberg), Helmut Reichl (Pressath), Urban Reger (Krummennaab), Marianne Helm und Hans Kowatsch (beide Waldsassen), Barbara Reichl (Weiden), Gerd Retzer (Vorbach) und die beiden Organisatorinnen Edeltraud Frank und Christa Böhm als Josefshofer Hausgsang zeichneten sich in erster Linie für die instrumentalen und sängerischen Darbietungen verantwortlich. Darunter gemischt sorgten natürlich wieder gepfefferte Witze und  hintergründig wiedergegebene Faschingsgschichten für eine heitere Atmosphäre und nicht zuletzt beanspruchten im Besonderen die Sketcheinlagen das Zwerchfell der Besucher. "Alle heiligen Junggselln und Betschwestern bittet für uns", lautete der wiederkehrende Refrain zu der Litanei "D`Wallfahrt" , bei der gar mehrere weibliche Mitwirkende singenderweise um die Beihilfe bei der bisher so vergeblich verlaufenen Suche nach einem männlichen Partner flehten. Ob glatzert, zahnluckert, wampert oder zaundürr, bucklert, schiaglert oder kloa, trotz aller in Kauf zu nehmender Mängel endete der Bittgesang unter Weinen, Seufzen und Klagen letztlich mit der Erkenntnis "Oh heiliger Pfiffikus, du hörst uns net an, du schickst unserer Lebtag koan Mann" ergebnislos.

Wie sich der Alltag in der Beziehung zwischen beiden Geschlechtern entwickeln kann, verdeutlichte ein Gesangs-Sextett "Es schuf Gott die Menschen als Frau und als Mann". Nach Abwägen aller Ungereimtheiten und nicht wenig negativer Betrachtungen kamen die Sänger unter dem tosenden Beifall der Anwesenden letztlich doch zu dem Fazit: "Genau, genau, genau - ja, es lebe der Mann und die Frau!!!"
Als ungeduldige und jammernde Ratschkatln Elsa und Olga nahmen Edeltraud Frank und Christa Böhm das alltägliche Dorfleben gehörig unter die Lupe und gaben gute Tipps für ein traumhaftes Aussehen - auch im reiferen Alter. "Nemmt´s die neue Liftingcreme aus der Werbung und lasst´s einfach den BH weg, dann ziehts dir garantiert die Falten in deim Gsicht glatt", meinten die Beiden ratgebend. Passend zum Motto des Abends resümierten sie: "Wir gehen an die frische Luft, lassen stehn den Joga-Duft, wir trinken jetzt ein Gläschen Wein und gehen morgen früh erst heim". Genauso machte es der Großteil der Faschingsfeierer und somit endete der lustige Abend erst zu weit vorgerückter Stunde.