Bruder-Konrad-Tag: Weihbischof Pappenberger in Premenreuth

2018 ist das Bruder-Konrad-Jahr von der Diözese Passau ausgerufen und groß gefeiert worden, denn der heilige Kapuzinerbruder ist der dritte Bistumspatron. Doch auch im benachbarten Bistum Regensburg veranstaltete die Pfarrei Premenreuth einen umfangreichen Bruder-Konrad-Tag am 22. Dezember, dem 200. Geburtstag des Heiligen.

Denn, so Weihbischof Reinhard Pappenberger in seiner Predigt während der Messe in der Pfarrkirche Maria Hilf, keine Marienkirche im Bistum ist so eng mit Bruder Konrad verbunden wie Premenreuth. Kaum ist 1930 die Seligsprechung erfolgt sind noch im selben Jahr für beide Kirchen der Pfarrei große Bruder-Konrad-Figuren von Privatleuten gestiftet worden verbunden mit dem Wunsch von Pfarrer Unterholzner, dass Konrad von Parzham hier fleißige Verehrung finden soll, so Andreas Schwohnke in seinem kleinen historischen Abriss in der Kirche kurz vor der Messe.

Der Tag, der maßgeblich von Pfarrgemeinderatssprecherin Kerstin Hasenfürter organisiert worden war, begann bereits am Vormittag im Pfarrsaal des Pfarrhauses mit einem fesselnden Vortrag von Monsignore Martin Neumaier über das Leben und die elf Vorsätze von Bruder Konrad, die dieser am Ende seines Noviziates 1852 verfasst hatte. Sein wahrscheinlich bekanntester Ausspruch „Das Kreuz ist mein Buch“ begegnete während des ganzen Tages in Premenreuth. Gleichzeitig zum Vortrag bastelten im Pfarrhaus Maria Busch und Elisabeth Market mit einem Dutzend Kindern wundervolle Kreuze die in der Messe am frühen Nachmittag von Weihbischof Pappenberger geweiht worden sind.

Zum Mittagessen gab es im Pfarrhaus eine von Angelika Schedl und Karola Prucker zubereitete leckere Kartoffelsuppe, die Konrad 41 Jahre lang als Klosterpförtner in Altötting ausgegeben hatte. Der Laienbruder Konrad, der Menschenfreund, „hat sich klein gemacht“, so Weihbischof Pappenberger in seiner beeindruckenden Predigt; „Gottes- und Nächstenliebe sind unumkehrbar verbunden und keines davon außer Acht zu lassen.“ Konrad hat „das Menschenleben hochgeachtet, weil Gott ein Mensch geworden ist und sein Leben mit uns teilt. Unser ganzes Leben haben wir mit Gott zu tun, der auf uns schaut.“

Mit einem Präsent von Maria Busch bedankte sich die Pfarrgemeinderatssprecherin herzlich bei Weihbischof Pappenberger und zeigte sich erfreut, dass er in den letzten beiden Jahren bereits zum dritten Mal hier war und Gottesdienst gefeiert hat. Im Anschluss waren alle zu Kaffee und Kuchen in den Pfarrsaal eingeladen, wo der Tag später mit einem Dokumentarfilm über Bruder Konrad ausklang.