Durch Gottes Gnade 50 Jahre Priester

„Durch Gottes Gnade 50 Jahre Priester“, stand auf dem vom Pfarrgemeinderat liebevoll gestalteten Blumenteppich vor der Pfarrkirche Mariahilf für Monsignore Martin Neumaier. Der seit 2015 im Pfarrhof wohnende Ruhestandspriester hatte am Sonntagvormittag zum Dank- und Festgottesdienst anlässlich seiner Priesterweihe am 29. Juni 1968 durch Bischof Rudolf Graber im Regensburger Dom nach Premenreuth geladen.

Am Altar von links P. Dr. James Mudakodil, Prälat Msgr. Alois Möstl von der Pfarrei St. Wolfgang aus Regensburg, Msgr. Martin Neumaier, Prof. Dr. Andreas Zadlo und P. Tadeusz Krupa.Neben Pfarrer Pater Dr. James Mudakodil standen langjährige Weggefährten des Jubilars mit am Altar, so Pater Tadeusz Krupa, Prof. Dr. Andreas Zadlo und aus Regensburg Prälat Alois Möstl, der eine schwungvolle und mitreißende Festpredigt auf seinen guten Freund hielt. Organist Christoph Pöllmann und der Kirchenchor zeigten ihr beeindruckendes Können während des ganzen hochfestlichen Gottesdienstes. Der Reuther Max Neugirg von den Regensburger Domspatzen sang für den musikbegeisterten Monsignore am Ambo das Credo auf Latein.

Die wertvolle Vertretung von Pfarrer James durch Pfarrer Neumaier in den beiden Pfarreien Krummennaab und Premenreuth hob der Krummennaaber Kirchenpfleger Werner Heinl heraus. Für Premenreuth würdigte Pfarrgemeinderatssprecherin Kerstin Hasenfürter das seit drei Jahren trotz des Ruhestandes segensreiche Wirken Neumaiers in der Pfarrei. Der Jubilar selbst bedankte sich mit einem Geschenkkorb beim Organisten und mit Blumensträußen bei seiner Haushälterin Angelika Schedl und bei Frau Hasenfürter für ihre unbezahlbaren Dienste.

Msgr. Martin Neumaier (oben, Mitte) mit seinen vier Konzelebranten und zahlreichen Ministranten der Pfarrei Premenreuth.„Ein Priesterfest in unserer doch recht aufgewühlten Zeit wirkt wie Balsam auf die Seele. Darum brauchen wir solche Tage wie heute, weil wir uns alle letztlich daran stärken können“, so Prälat Möstl in seiner Festpredigt. Und weiter: „Nicht, dass der Priester etwas Besseres wäre als alle anderen Gläubigen. Jesus hat keine höhere Kaste gewollt oder eine neue Zwischenschicht eingesetzt. Der Priester steht Gott nicht näher, er strahlt auch keine besondere göttliche Energie aus. Und doch ist der Priester der verlängerte Arm der Liebe Christi. Nicht nur auf dem Sportplatz oder im Wald tanken wir auf, sondern jeden Sonntag hier in der Mitfeier der hl. Messe. Wir brauchen das, indem wir uns eine gesunde Frömmigkeitsform aneignen. Das hält jung, das hält innerlich frisch.“
Dies, so Möstl, ist auch das Geheimnis des Jubilars, der sich mit der Kirche identifiziert, sich in ihr engagiert und sich in ihr regeneriert. Diese drei Grundsätze haben Pfarrer Martin Neumaier bis zum heutigen Tag innerlich glücklich und ausgeglichen gemacht, haben ihm seinen Humor und Frohsinn erhalten.
Er war und ist, so Prälat Möstl, nicht nur ein äußerst beliebter Seelsorger, sondern in den 13 Jahren als Pfarrer von Tännesberg und in den 27 Jahren als Pfarrer der Pfarreien Walderbach und Neubäu Baumeister von Kindergärten und Pfarrheimen gewesen und er ließ dabei seine sämtlichen Kirchen stets als renovierte Schmuckkästchen zurück. So wurde ihm nicht nur der Titel eines Bischöflichen Geistlichen Rates, sondern 2009 auch die seltene Auszeichnung eines Monsignore durch den Papst verliehen. Und Pfarrer Neumaier ist der einzige Monsignore im Dekanat, ja der einzige in der gesamten nördlichen Region der Diözese Regensburg. 2009 wurde er zudem Ehrenbürger der Gemeinde Walderbach. Im Jahr 2015 nahm der Bischof sein Ruhestandsgesuch aus Altersgründen an. Der Jubilar bedankte sich bei seinem jahrzehntelangen Freund Prälat Möstl und bemerkte: „Glaube ist schön, wenn man ihn lebt“.
Beim Stehempfang vor der Kirche gratulierte auch der Kinderchor der Pfarrei dem Jubilar mit einem Lied.
Nach der feierlichen Messe hatten die Gottesdienstbesucher bei einem Stehempfang vor der Kirche die Möglichkeit Monsignore Neumaier persönlich zu gratulieren, unter ihnen Bürgermeister Werner Prucker, die zahlreichen Ministranten der Pfarrei und der Kinderchor mit einem Lied. Nicht nur die Pfarrangehörigen der beiden Pfarreien Mariahilf Premenreuth und Mariä Himmelfahrt Krummennaab waren zahlreich vertreten, sondern von Neumaiers jahrzehntelangen früheren Wirkungsstätten als Priester kamen die Altbürgermeister Horst Robl aus Tännesberg und Albert Hierl aus Walderbach. Die beiden ließen beim anschließenden Mittagessen im Gasthaus Bauer Neumaiers Wirken in ihren Gemeinden humorvoll Revue passieren. Besonders freute sich der Jubilar über die Anwesenheit seiner Familienangehörigen, unter ihnen seine Schwester.Nach der Vesper veranstalteten die Ministranten ein Teamspiel mit Msgr. Neumaier, bei dem acht Holzklötze mit den Zahlen des Datums seiner Priesterweihe mithilfe eines an vielen Seilen angebrachten Krans übereinandergestapelt werden mussten, ohne umzufallen.

Eine Vesper am späten Nachmittag in der Pfarrkirche mit Aussetzung des Allerheiligsten sowie ein Spiel der Ministranten mit dem Jubilar vor der Kirche beschlossen den rundum gelungenen und fröhlichen Festtag.