Meisterschaft und Kreisligaaufstieg gebührend gefeiert

Kreisspielleiter Albert Kellner (links) gratulierte dem TSV Reuth zur Kreisklassenmeisterschaft und überreichte Hansi Stangl die Urkunde und Spielführer Jonas Zeitler einen Spielball. Bild: angKreisspielleiter Albert Kellner gratulierte - Mannschaft bleibt beisammen
Reuth bei Erbendorf. (ang) Die erste Fußballmannschaft des TSV Reuth darf sich in der nächsten Saison wieder auf Kreisligaduelle mit der
SpVgg Weiden, Vohenstrauß und vor allem dem Nachbarn Erbendorf freuen. Letztlich souverän brachte das Team von Spielertrainer Michael Bachmeier
die Meisterschaft in der Kreisklasse West unter Dach und Fach. In einer Feierstunde im TSV-Sportheim überreichte Kreisspielleiter Albert Kellner
die Meisterschaftsurkunde und den obligatorischen Spielball an den stellvertretenden Spielführer Jonas Zeitler und Abteilungsleiter Hansi
Stangl. Kellner würdigte dabei auch die herausragende Leistung der Reuther Reservemannschaft, die im Saisonendspurt nur um Haaresbreite die
Relegation um den A-Klassenaufstieg verpasste. Der Kreisspielleiter betonte, dass er schon seit Jahren mit Freude die auf eine gesunde
Vereinsbasis aufbauende sportliche Entwicklung des TSV Reuth verfolge. Das großartig aufgezogene Vereinsjubiläum im Vorjahr bestätigte seine
Beobachtungen und er sei stolz, dass seine vorhergesagte Prognose mit der Kreisklassenmeisterschaft Realität wurde. "Mit dem heutigen
Spielball will ich der Reserve einen zusätzlichen Anreiz für einen Relegationsplatz in der neuen Saison geben", meinte er.

Eingeleitet wurde der Abend mit einem Stehempfang rund um die Pilsbar, die kühlen Blondchen spendierte Bürgermeister Werner Prucker. Neben dem
Kreisspielleiter Albert Kellner und dem Kreisehrenamtsbeauftragten Christoph Kellner, beide mit Gattinnen, ließen sich auch Schiedsrichterobmann Als Beitrag zur Meisterfeier glänzte die TSV-Faschingsgarde beim Stehempfang mit einer temperamentvollen Alpenrock-Choreographie. Bild: angWilli Hirsch, Lehrwart Manfred Naber, Brauerei-Geschäftsführer Rigobert Bergler und eine Vielzahl an Sportfreunden die Pilschen munden. Zur Überraschung und Ehre der Fußballmeister hatte die TSV-Faschingsgarde extra eine schmissige Choreographie einstudiert und erntete für ihre teils artistische Alpenrock-Interpretation viel Beifall.

"Feste soll man feiern wie sie fallen!", bekräftigte TSV-Vorsitzender Peter Schieder in seiner Laudatio. Beim TSV Reuth ist es nach 1953, 1973, 1977, 1985, 1988, 2006 und 2011 die achte Meisterschaftsfeier, zudem stehen noch 1964 und 1986 Aufstiege als Zweitplatzierter zu Buche.
Dass die errungene Meisterschaft hochverdient war, belegte Schieder mit eindrucksvollen Zahlen. 60 Punkte bei nur zwei Niederlagen und sechs
Punkte Vorsprung auf Dießfurt und Vorbach, mit 88 Toren die beste Offensive der Liga, zudem die drittbeste Abwehr, Michael Bachmeier holt
mit 27 Treffern die Torjägerkanone und die enorme Heimstärke, seit 9. Oktober 2016 ist das Team zu Hause ungeschlagen. Zur menschlichen Seite
des Erfolges gäbe es viele Väter, sagte der Vorsitzende. Meistertrainer Michael Bachmeier attestierte er auch im vierten Jahr dessen erfgolgreichen Schaffens eine durch und durch professionelle Einstellung, mit seinem unglaublichen Ehrgeiz stachelte er das Team auch nach klaren Siegen immer zu noch besseren Leistungen an. Zu den Meistermachern zählte Schieder auch Co-Trainer Magnus Neugirg und in erster Linie Hansi Stangl, der alles für die Mannschaft gibt und tut, unzählige Telefonate sind ein Markenzeichen, was Albert Kellner nur zu bestätigen wusste. Natürlich gehört die mit vielen Jungtalenten gespickte Mannschaft mit ihrem hervorzuhebenden Trainingsfleiß und den starken Leistungen vor allem nach der Winterpause zu den Hauptakteuren, ebenso wie das gesamte Umfeld wie die Grünokos (Reserve), die Platzpflege, die Fans, der Gesamtverein und alle, die das ganze Jahr
über an diesenm Erfolg mitwirkten. Positiv nannte der Vorsitzende, dass die Mannschaft zusammenbleibt, weil auch Michael Bachmeier weiter als
Spieler das TSV-Trikot überstreift und noch die eine oder andere Verstärkung in Aussicht steht. "Wenn auch der Nichtabstieg das erklärte Ziel ist und Reuth wahrscheinlich der mit Abstand kleinste Ort auf der Kreisligakarte sein dürfte, Angst braucht dem neuen Trainer Thomas Baier und seinem Team trotz namhafter Konkurrenz nicht zu werden", bekräftigte er.

Der wegen beruflicher Weiterbildung als Trainer aufhörende Michael Bachmeier bedankte sich bei den TSV-Verantwortlichen für das Vertrauen in den zurückliegenden Jahren. Den Aktiven zollte er Lob für die Woche für Woche abgerufene bärenstarke Leistungsbereitschaft und den Charakter. "Ich ziehe den Hut vor dem Team, das fehlende Erfahrung mit jugendlicher Begeisterung ausgeglichen hat", meinte er. In Vertretung von Spielführer Daniel Budnik bedankte sich Jonas Zeitler im Namen der Spieler mit humorvoller Ummalung und kleinen persönlichen Präsenten bei allen wichtigen Begleitern der Mannschaft. "Klassenerhalt muss mindestens sein, wenns mehr wird macht auch nichts", unterstrich Bürgermeister Werner Prucker den Stolz der Gemeinde auf ihren TSV Reuth.
50 Liter Bier heute und 50 Liter für die interne Meisterfeier, für seine Spende erntete Brauereichef Rigobert Bergler besonders aus der Fußballerecke Beifall. Abschließend zeigte Schriftführer und "Medienmogul" Bernd Stengl eine in Zusammenarbeit mit dem TSV-TV und dem russischen Fernsehen gedrehte heitere Dokumentation über die "Meistermannschaft 2018".