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Wegeerhaltung für Jagdgenossen verdringliche Aufgabe

Jägerschaft beklagt zuviel Unruhe im WaldIhren Jagdpachtschilling setzen die Reuther Jagdgenossen für die Instandhaltung der gemeindlichen Flurwege ein. Bild: ang
Reuth bei Erbendorf. (ang) Mit großem Lob für den Jagdpächter Wolfgang Schmidt für die vorbildliche Betreuung der Jagd blickten die Mitglieder des Reuther Jagdbogens in Eintracht auf das vergangene Jahr zurück.
Jagdvorsteher Stefan Adam betonte, dass der Pächter fast täglich im Revier anzutreffen war, Dank galt auch den beiden Mitjägern Franz Wächter und Werner Roth. Leider seien im Vorjahr sechs Rehe vom Straßenverkehr erlegt worden, was die Jägerschaft nicht zuletzt mit einer "gewissen Unruhe" begründete. Obwohl sich das Ärgernis mit den freilaufenden Hunden in eine leicht posive Richtung drehte, weil einige angesprochene Halter verständnisvoll reagierten, sind immer noch Uneinsichtige unterwegs, welche die notwendige Ruhe des Wildes stören. Wegen der möglichen Bedrohung durch die afrikanische Schweinepest würden sich sowohl die Jagdgenossen als auch die Revierbetreuer vordringlich Vorsichtsmaßnahmen wünschen und nicht erst Reaktionen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Dazu zählen die Jäger die von den Behörden dann im Notfall bezuschussten, aber unter das Kriegswaffenrecht fallenden, sündteuren Nachtzielgeräten zum Abschuss der Wildschweine.
Hierzu seien die Reaktionen der Jägerschaft gespalten, jedenfalls sollten die Behörden und Naturschutzverbände baldmöglichst für Voraussetzungen sorgen, damit den Jagdpächtern in Zukunft nicht das Interesse an der Jagdbetreuung genommen wird.

Dem Bericht des Jagdvorstehers Stefan Adam war zu entnehmen, dass es im Bereich der Reuther Jagd im Vorjahr kaum Probleme gab. Er verwies darauf, dass "private Winterdienste" auf gewissen Flurwegen darauf achten sollten, dass nicht durch zu tief eingestellte Pflüge der von den Jagdgenossen unter nicht unerheblichen finanziellen Einsatz aufgebrachte Schotter in den angrenzenden Wiesen landet. Zur Verwendung des Jagdpachtschillings, auf dessen Auszahlung sämtliche Genossen verzichten, kam die Versammlung überein, für zirka 2 500 Euro Material für die Wegeerhaltung bereitzustellen. Die Einbaukosten würden mit der Gemeinde koordiniert werden. Ins Auge gefasst wurden für heuer vier Abschnitte, von Josefshof zur B299, von Premenreuth Richtung Ödwalpersreuth, 400 Meter von der B299 nach Ödwalpersreuth und die Verlängerung des Doggenwegs in Reuth. Weiterhin kam der Vorschlag, sich die Möglichkeit eines regelmäßigen Abhobelns bestimmter Wege vorführen zu lassen, wobei zwei Firmen dazu günstige Alternativen der Wegepflege bieten. Nicht anfreunden konnte sich die Mehrheit der Anwesenden mit einem Ansuchen des Frauenbundes, die Anschaffung einer Fahne finanziell zu unterstützen. "Wo fangen wir bei Vereinen an und wo ziehen wir einen Strich", lautete dazu die Begründung, "die Jagdpacht sollte doch in erster Linie für uns Genossen und die Allgemeinheit Verwendung finden.

Bürgermeister Werner Prucker dankte der Jagdgenossenschaft für ihr anerkennenswertes Engagement in Sachen Wegeinstandhaltung und betonte, dass bei den Maßnahmen die Hand-in-Hand-Kooperation mit der Gemeinde sehr gut funktioniere. Prucker erwähnte das gute Miteinander der Jagdgenossen und Jäger und wünschte letzteren, dass wieder weniger Wild von den Autos erlegt werde. Bevor Jagdvorsteher Stefan Adam die Versammlung schloss, bedankte er sich beim Jagdpächter für das Jagdessen und den Wirtsleuten Zita und Franz Bauer für die köstliche Zubereitung des Wildes.