Musikanten feierten ausgelassen

Das Neukirchner Akkordeon-Trio Reithmayer fand beim Musikantenfasching Unterstützung von Teufelsgeiger Hans Riedl und Horst Maibach (Tuba).  Bild: angSketche, Couplets und Zoigl-Lieder
Röthenbach. (ang) Bei der ausgelassenen Faschingsfeier der Musikanten bogen sich beim Rechersimer regelrecht die Balken. Die große Zuhörerschaft wurde von den Mitwirkenden schnell mitgerissen, Lachtränen mussten des öfteren aus den Gesichtern gewischt werden. Fast pausenlos wurde geschunkelt, gesungen, gewitzelt und nicht wenig das Zwerchfell strapatzierend gelacht. "Wenn die Musikanten ausspielen, dann zuckt es nicht nur in den Beinen", war nicht nur auf die Eröffnungsrunde des Neukirchner Trios zutreffend. Das Akkordeon-Trio Nicol, Traudl und Manfred Reithmayer fanden begleitende Unterstützung von Hans Riedl (Teufelsgeige) und Horst Maibach mit der Tuba. Auch Herbert Storek hatte sich zu seinen Schunkelrunden auf der Steirischen Verstärkung durch Teufelsgeiger Bruno Prilmann geholt. Böhmische Weisen spielte Christine Bleiber (steirische Harmonika) und Urban Reger erweckte alte Faschingslieder gesanglich zu neuem Leben. Lustig, frech und hintergründig waren dagegen die mit Gitarrenbegleitung inszenierten Sologesänge des Stadt-Eschenbachers Josef Kempf, der zudem mit gepfefferten Witzen die Lacher auf seiner Seite hatte.

Wie Kempf gehört das Gesangsdou Marianne Helm und Hans Kowatsch mit ihrer Akkordeon-Untermalung schon seit langen Jahren zur Stammformation der allmonatlichen Treffen der Sänger und Volksmusikanten. Die Anmut der "Schönheitskönigin von Schneitzlreith" zauberte das Duo akustisch auf die Bühne, "mei bin i ned schee?", die Frage quittierten die begeisterten Zuhörer mit reichlich Applaus. Diesen ernteten auch die Zoiglsänger aus Neuhaus, Barbara Reichl, Gerhard Windschiegl und Thomas Gleißner fanden mit ihren auf den speziellen oberpfälzer Gerstensaft zugeschnittenen Weisen wache Ohren. Eine weitere "bayerische Schönheit" beleuchteten die beiden Organisatorinnen des fröhlichen Abends Edeltraud Frank und Christa Böhm. "I bin de Kathi aus Obergiasing" war eine ihrer musikalischen Darbietungen. Als Sketchdarstellerinnen starteten die beiden mehrere Angriffe auf die Lachmuskeln der närrischen Besucherschaft, wie beispielsweise beim vom Dorftratsch begleiteten Wäscheaufhängen.