vhs Tirschenreuth

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Hans Meister feierte mit Sangesbrüdern seinen 80. Geburtstag.

Goldene Kamera für den Hobby-Filmemacher
Reuth bei Erbendorf. (ang) Großer musikalischer Bahnhof für Hans Meister bei der Feier seines 80. Geburtstags. Die Sangesbrüder der Bürgermeister Werner Prucker (links) und der Vorsitzende der Chorgemeinschaft Krummennaab-Thumsenreuth Dr. Wolfgang Witt (rechts) gratulierten Hans Meister zu dessen 80. Geburtstag. Bild: angChorgemeinschaft Krummennaab-Thumsenreuth widmeten ihrem schon sehr lange aus der Stammformation nicht mehr wegzudenkenden Kollegen zwei würdigende Ständchen. Der Jubilar hatte die Männer vom Chor vor der allwöchentlichen Chorprobe und weitere Gratulanten zu einem Abendessen in das Thumsenreuther Schützenhaus eingeladen. Dort dankte Vorsitzender Dr. Wolfgang Witt dem Jubilar für dessen Engagement innerhalb der Chorgemeinschaft, Reuths Bürgermeister Werner Prucker schloss sich der Gratulation an. Das Gemeindeoberhaupt betonte, dass sich das Gemeindegeschehen schon seit vielen Jahrzehnten in Hans Meisters Filmen wiederspiegelt. Wie sehr dies auch von den Bürgern honoriert werde, zeige sich immer wieder bei den Filmabenden, bei denen sich so manch schon lange reiferer Betrachter wieder in seiner Kinderzeit entdecken kann, betonte Prucker. Andreas Heinz, der Hans Meisters Filme bei youtube ins Internet stellt, würdigte in einer launigen Laudatio das große Hobby des Jubilars mit der "Goldenen Kamera". Elf Streifen, die allesamt Geschichten aus dem heimatlichen Umfeld dokumentieren, laufen mittlerweile in diesem Portal und wurden bereits von nahezu 60 000 Leuten angeklickt.

Der in Nürnberg geborene und auch dort aufgewachsene und eingeschulte Jubilar kam wegen der Kriegswirren nach Reuth. Die zunehmenden Bombenangriffe auf Nürnberg veranlassten den Vater, seinen Sohn und die beiden älteren Schwestern beim Großvater in Reuth unterzubringen. Nach seinem weiteren Volksschulbesuch in Premenreuth zählte Hans Meister 1950 zu den Erstschülern der neugegründeten Mittelschule in Neustadt/WN. Mit der mittleren Reife startete er dann seine 41-jährige Tätigkeit bei der Bundesbahn. Nach der Lehrzeit und Ausbildung zum Assistenten war er zunächst im Bahnhof Weiden tätig und dann Fahrdienstleiter im Reuther Bahnhof. Die Zulassung zum gehobenen Dienst und die Ablegung der Inspektorenprüfung eröffneten dem Jubilar ab den 60-er Jahren leitende Dienstposten, deren Krönung als Bundesamtmann die Leitung des Netzbahnhofes Weiden war. Dort wurde er 1994 auch in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ruhestand ist für den vitalen Familienvater, vier Söhne mit Familien mit vier Enkelkindern sind sein ganzer Stolz, ein rein beruflich definierter Begriff. Ideen für das Filmemachen scheinen Hans Meister nicht auszugehen. Unterstützt wird er dabei tatkräftig von seiner, seit 1966 ihm angetrauten Gattin Helga, mit der er fast täglich Spaziergänge durch die heimatliche Landschaft unternimmt. Wenn auch nicht mit der "Goldenen", aber mit seiner Kamera im Gepäck soll Hans Meister hoffentlich gesund noch lange anzutreffen sein, wünschten ihm jedenfalls die vielen Gratulanten in Thumsenreuth und in seinem Familienheim im Reuther Kastanienweg.