Bürgermeister dankt bei der Jahresabschlusssitzung.

Förderbescheid für Straßenausbau eingegangen - Bahnhofsumgestaltung für Städtebauförderprogramm anmelden.
Reuth bei Erbendorf. (ang) Zu Beginn der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderats galt es für die Gremiumsmitglieder, einer Änderung der Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und Leistungen der gemeindlichen Feuerwehren zuzustimmen. Dazu lag ein von der Verwaltung überarbeiteter, an eine derzeitige Mustersatzung angeglichener Entwurf auf dem Tisch, die einstimmige Befürwortung tritt zum Jahresbeginn in Kraft. Ebenso ab 1. Januar gültig ist die Neufassung des Abwasserkonzeptes, das aktuelle Konzept bedurfte einer Anpassung und Richtigstellung. Der neue Entwurf wurde im Einvernehmen mit dem Wasserwirtschaftsamt Weiden und den wasserrechtlichen Fachstellen im Landratsamt Tirschenreuth erarbeitet.

Für die sechs gemeindlichen Bachbrücken, zwei Bahnbrücken und die Stützmauer in Escheldorf steht alle sechs Jahre eine sicherheitstechnische Überprüfung an. Da diese wieder fällig ist, vergab der Gemeinderat den Auftrag dazu an den wirtschaftlichsten Bieter, die Ingenieurgesellschaft K+U-Plan aus Wunsiedel, die Angebotssumme beläuft sich auf 8 068,20 Euro. Weiter wurde die Breitbandberatung Bayern mit der Erstellung des Masterplans und der Bitratenanalyse beauftragt. Mit dem Masterplan werden Daten und Informationen zur Sicherstellung einer hohen Planungsqualität (digitale Flurkarten, grundstücksgenaue Darstellung der Breitbandversorgung usw.) auf den neuesten Stand gesetzt. Anhand der Bitratenanalyse können die Bandbreiten für jeden Hausanschluss ermittelt werden, die Kosten dieser Maßnahmen werden zu einhundert Prozent über ein Bundesförderprogramm abgedeckt.

Einem über den Verwaltungsweg bereits an die Baubehörde im Landratsamt weitergeleiteten Bauantrag über den Neubau zweier Schleppgauben (Flurnummer 229/3 der Gemarkung Reuth) erteilten die Räte nachträgliches Einvernehmen. Weiter stimmten sie zu, dass die Gemeinde im Rahmen der Städtebauförderung 2018 für den "Entwicklungsbereich Ortsmitte"  bei der Regierung eine Bedarfsanmeldung einreicht. Als beabsichtigte Maßnahme wird die Umgestaltung des Bahnhofsareals zu einem Pendlerparkplatz aufgeführt. Die "Organisierte Erste Hilfe Erbendorf (OEH)" fragte wegen einer Bezuschussung zum Kauf eines neuen Rettungsfahrzeuges nach. Da die OEH zwischenzeitlich auch Rettungseinsätze in Reuth übernimmt, kam das Gremium dem Ersuchen mit 500 Euro nach. Zuschüsse zur Unterstützung der Jugendarbeit gabs auch wieder für den TSV Reuth (1 600 Euro), den SC Reuth (800 Euro) und die Eichenlaub-Schützen (500 Euro).

Informativ teilte Bürgermeister seinem Ratskollegium mit, dass ab September nächsten Jahres an der Grundschule in Krummennaab die Einführung einer Nachmittagsbetreuung geplant sei. Eine Mindestzahl von 14 Kindern vorausgesetzt, würden die Kosten bis 16 Uhr staatlicherseits abgedeckt sein. Kosten für darüberhinausgehende Stunden sollten dann von den Eltern getragen werden, meinten die Räte übereinstimmend. Prucker gab eine Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern weiter, dass ab Juni 2018 in unserer Region der Bereitschaftsdienst neu organisiert werde. An den Krankenhäusern in Weiden, Tirschenreuth und Marktredwitz werden Bereitschaftspraxen eingerichtet, die im Wechsel von Hausärzten betreut werden. Diese Praxen stellen den notärztlichen Bereitschaftsdienst während der Woche von 18 bis 21 Uhr und an den Wochenenden sicher, nach 21 Uhr übernehmen die Notfallaufnahmen der Krankenhäuser den Dienst. Zudem soll für als nicht transportfähig eingestufte Fälle unter der Rufnummer 116 117 ein mobiler Notarzt zur Verfügung stehen.

Unbedingt erforderlich sei im nächsten Jahr eine Verbesserung der Wege in Forsthof zwischen den Anwesen Schneider und Beer, sowie in Escheldorf zwischen den Anwesen Rupprecht und Zintl, beides sollte mittels Abfräsgut geschehen, so der Bürgermeister. Zwei erfreuliche Mitteilungen gabs zum Schluss der Sitzung. Neben dem Bescheid des Finanzministeriums über die Gewährung der überwiegend zur außerplanmäßigen Schuldentilgung zu verwendenden Stabilisierungshilfe in Höhe von 250 000 Euro, war auch die Bewerbung um ELER-Fördermittel für den Ausbau der Verbindungsstraße zwischen Röthenbach und Erlhammer erfolgreich. Der Förderbescheid über 103 611 Euro liegt auf dem Tisch, die Ausschreibung erfolgt über den Winter, sodass im nächsten Jahr die Maßnahme durchgeführt werden kann.

Abschließend wünschte Werner Prucker besinnliche Festtage und dankte allen, die während des gesamten Jahresverlaufs Beiträge zum funktionierenden öffentlichen Leben in der Gemeinde leisteten.