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Bürgerversammlung der Gemeinde Reuth beim Rechersimer in Röthenbach

Interessiert und offenbar mit ihrer Gemeinde zufrieden zeigten sich die Zuhörer bei der Bürgerversammlung in der Rechersimer-Zoiglstube. Bild: angBürger sind anscheinend mit der Gemeinde zufrieden - Kläranlagenbau im Zeitrahmen - Reuth erhält wieder Stabilisierungshilfe
Reuth bei Erbendorf. (ang) Mit umfangreichen statistischen Zahlenwerk wartete Bürgermeister Werner Prucker zu Beginn der gutbesuchten Bürgerversammlung in der Rechersimer-Zoiglstube auf. Die Einwohnerzahl sei mit 1 159 gegenüber 1 169 im Vorjahr fast konstant geblieben, die Minderung hat ihren Grund hauptsächlich in der Auflassung der der Asylbewerber-Unterkunft in Mittelmühle, sagte Prucker. Die 78 Bürger mit Nebenwohnsitz eingerechnet, ist die männliche Einwohnerschaft mit 646 gegenüber der 591 Köpfe zählenden weiblichen klar im Vorteil. Positiv wertete der Bürgermeister die kontinuierlich steigende Angebot von Arbeitsplätzen in der Gemeinde. Von den 92 Stellen (Vorjahr: 86) haben 35 Beschäftigte auch ihren Wohnsitz in Reuth, den 57 Einpendlern stehen 417 Auspendler gegenüber.

Werner Prucker kommentierte kurz die Ansätze und Ergebnisse des mit einemBürgermeister Werner Prucker: "Noch in diesem Jahr können wir beim Kläranlagenumbau die ersten Provisorien außer Betrieb nehmen." Bild: ang   Gesamtvolumens von 3,1 Millionen Euro abgeschlossenen Haushalts 2016, die Verschuldung konnte von 1 584 970 Euro zum Jahresende 2015 auf 1 357 951 Euro (Pro-Kopf 1 327,45 Euro auf 1 161,63 Euro) gemindert werden. Hauptgrund dafür sei natürlich die in den letzten Jahren gewährte Stabilisierungshilfe für finanzschwache Kommunen. Auch für das laufende Geschäftsjahr kann Reuth wieder mit 250 000 Euro Sonderzahlung kalkulieren, die großteils zur Haushaltskonsolidierung Verwendung finden muss, betonte der Bürgermeister.

Nachdem die Ausbauaufträge für die bisher noch nicht berücksichtigten Gemeindeteile Rechenlohe und Eiglasdorf perfekt sind, ist der lückenlose Breitbandausbau so gut wie erledigt. Bis aus Kleinigkeiten abgeschlossen ist auch der erste Abschnitt der Gewerbefläche in Premenreuth, weitere Abschnitte werden erst nach Bedarf erstellt. Im Mai wurde das neue Fahrzeug der Premenreuther Feuerwehr in Dienst gestellt. Das ausrangierte Vorgängerfahrzeug wurde vom Maschinenring Tirschenreuth als Meistbietenden für 1 100 Euro erworben, informierte der Bürgermeister.

Zu den Straßenerhaltungsmaßnahmen betonte er, dass wieder 2,3 Kilometer Risse und rund 2 000 Quadratmeter an Oberflächen saniert wurden, desweiteren diverse Asphaltierungen in Premenreuth (Schmiedgasse, Dammweg und Falkenberger Straße), Escheldorf, Letten, Eiglasdorf und Reuth. Bis März wurden etliche Gehölzrückschnitte durchgeführt mit derzeitiger Fortsetzung. Wegen der Ertüchtigung der Verbindungsstraße von Röthenbach nach Erlhammer habe sich die Gemeinde um EU-Fördermittel beworben, im Erfolgsfall könnte man mit 65 Prozent Netto-Förderung kalkulieren.

Zum neuen Bahnhaltepunkt sagte Prucker, dass die Bahnsteige und die Gleisquerung fertig sind, die Installation der Aufzüge war seitens der Bahn noch in diesem Jahr eingeplant. Die Fundamente dafür wurden schon vor einigen Wochen betoniert. Wegen der P&R Anlage mit 20 Parkplätzen und Bushaltestelle erwähnte er, dass die Pläne derzeit bei der Regierung liegen und das Antragsverfahren bezüglich der Bezuschussung läuft, die Maßnahme könnte dann 2018 über die Bühne gehen. Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Marktredwitz - Regensburg wurde im Bundesverkehrswegeplan unter "vordringlicher Bedarf+" eingestuft, also kommt mit Sicherheit. Allerdings wird mit dem Beginn der Maßnahme frühestens 2025 gerechnet. Dann allerdings wird ein erhöhtes Güterverkehrsaufkommen einhergehen.

"Endlich hat nun die Bundespolitik auf die Forderung des entsprechenden Lärmschutzes reagiert, was für die Anrainerkommunen wohl den wichtigsten Aspekt darstellt", meinte der Bürgermeister. Zur Hochspannungsgleichstromtrasse sind die endgültigen Korridore noch nicht festgelegt, fest steht jedenfalls, dass die Maßnahme mittel Erdverkabelung realisiert wird. Zu den Baugrundstücken bemerkte er erfreut, dass die Gemeinde nun auch in Premenreuth drei Parzellen anbieten könne, im Reuther "Beckenacker Ost" sind bereits neun Grundstücke verkauft und noch sechs zu haben. Die durch das Wasserwirtschaftsamt geförderte Erstellung des Kanalkatasters ist bis auf den Bereich der Altgemeinde Röthenbach bereits erfolgt, auch hier soll die Kamerabefahrung und Dokumentierung schon bald erledigt sein.

Zum Thema Kläranlage berichtete der Bürgermeister, dass die Arbeiten seit Mai auf Hochtouren laufen und sich die Maßnahme einigermaßen im Zeitplan bewege. Zur Zeit läuft der Umbau des Betriebsgebäudes und der Bau des Zwischenhebewerkes, Vorklärbecken und Schlammpresshalle sind weitgehend fertiggestellt, noch vor Jahresfrist können die ersten Provisorien außer Betrieb gehen. Mit dem Abschluss der gesamten Maßnahme wird im Herbst 2018 gerechnet. Prucker erinnerte daran, dass die Bürger für die zweite Ratenzahlung im Juni 2018 keine erneute Aufforderung erhalten, beim "Vergessen" höchstens eine Zahlungserinnerung.

Unter den Kurzinformation war besonders interessant, dass auf dem Parkplatz in Premenreuth die Instalation einer Ladesäule für E-Autos geplant sei. Das Mehrzweckgebäude ist mit WLAN ausgestattet und im großen Saal soll aus den Erlösen der Bürgerfeste ein Beamer fest eingebaut werden. Den Gewinn des zurückliegenden Bürgerfestes im Reuther Schlosshof nannte er mit  4 600 Euro. Bevor der Bürgermeister den interessiert folgenden Zuhörern den Jahresablauf im Gemeindegeschehen nochmals bildlich vor Augen führte, bedankte sich Werner Prucker bei allen seinen Bürgern und Kräften, die sich mit Tatkraft, Ideenreichtum oder in sonst einer Weise für das Wohl der Gemeinde und der Mitbürger eingesetzt haben.