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Stefan Hösl eine Institution beim TSV Reuth

TSV-Vorsitzender Peter Schieder (rechts) und Albert von Podewils (links), langjähriger Weggefährte in Sachen Jugendbetreuung, dankten Stefan Hösl für besonderes Engagement und 900 Spiele im Trikot der ersten Mannschaft. Bild: angÜber drei Jahrzehnte im Dress der "Ersten"
Reuth bei Erbendorf. (ang) Wenn am Samstag für den TSV Reuth mit dem Heimspiel gegen Schwarzenbach die neue Saison startet, ist es für Stefan Hösl bereits die "31. Spielzeit" im Seniorendress seines Vereins, über drei Jahrzehnte lang stand er nur in wenigen Begegnungen nicht in der Startformation der ersten Mannschaft. Beim jüngst stattgefundenen Jubiläumspokalturnier ehrten ihn die TSV-Verantwortlichen für über "900 Einsätze" im Trikot der Ersten, was wohl einmalig in der Vereinsgeschichte bleiben dürfte. Der in Erbendorf wohnhafte 48-Jährige ist zudem schon über viele Jahre als Platzwart tätig, das Erscheinungsbild der schmucken TSV-Sportanlage trägt hauptverantwortlich seine Handschrift.

Der leidensachftliche Fußballer begann seine einzigartige Karriere in der E-Jugend des TSV Reuth. Nach ebenfalls erfolgreichen Jahren in der C-Jugend stieg er mit den A-Junioren dreimal in Folge bis in die Bezirksliga auf. Der Einstieg in den Seniorenfußball war zugleich mit dem größten TSV-Triumph verbunden. Trainer Franz Sperl stellte 1987 den talentierten Allround-Kicker an die Seite der damals für den kleinen TSV Reuth mit Eigentalenten nur so gespickten Elf und prompt gelang der Aufstieg in die Bezirksliga Oberpfalz. Seine beiden älteren Brüder Norbert und Bernhard kickten bereits in der Ersten, die beiden jüngeren Markus und Wolfgang folgten in den nächsten Jahren. Die fünf Hösl-Brüder in einer Mannschaft waren sogar dem Bayerischen Rundfunk eine Reportage wert. Heute ist Stefan Hösl noch der einzig aktiv verbliebene des Brüder-Quintetts und auch seiner damaligen Fußballkumpels. Aber auch mit knapp 49 Jahren hat Stefan Hösl als umsichtiger Abwehrchef oder stets anspielbereiter Spielgestalter nur wenig von seiner Spritzigkeit verloren, zu den Trainingsfleißigsten zählte er sowieso schon immer.

Technisch versiert und mit großer Erfahrung und Spielintelligenz ausgestattet, läßt er noch heute so manchen wesentlich jüngeren Gegenspieler nur kopfschüttelnd der Rückennummer "11" nachschauen.
Die Bodenständigkeit und Treue, wie sie Stefan Hösl stets dem TSV Reuth entgegenbrachte, zeigte er auch gegenüber seinem Arbeitgeber, der seinen eigenen Worten nach  immer Verständnis für sein geliebtes Hobby zeigte.

Mit knapp 15 Jahren trat er seine Bäckerlehre bei Willi Schraml in Erbendorf an, 34 Jahre später ist sein damaliger Lehrherr und jetziger Seniorchef sogar zu einem Fan des Reuther Fußballs geworden. "Der Bäckerfamilie habe ich sehr viel zu verdanken, ausserdem hatte ich das Glück, dass abgesehen von einem Schlüsselbeinbruch nur kleinere Blessuren auf meiner Verletztenliste standen", betont Stefan Hösl.

Viel Verständnis bringt selbstverständlich auch Ehefrau Tanja auf, wenn Stefan oft gleich am Spätvormittag nach der Arbeit stundenlang seinen Platzwarttätigkeiten nachkommt, für sie und Tochter Lena ist aber mittlerweile der TSV Reuth zur zweiten Wohnstube geworden. Tanja Hösl ist nicht nur Vizepräsidentin des TSV-Fanclubs, sondern nach dem Tode ihres Schwiegervaters Josef Hösl auch als Platzkassierin tätig, zudem ist die Familie stets zur Stelle, wenn es beim TSV anzupacken gilt. Wenn Stefan Hösl zukünftig fußballmäßig auch etwas kürzer treten will, auf seine Dienste und Erfahrung wird Trainer Michael Bachmeier wohl das eine oder andere Mal doch noch zurückgreifen müssen. Ob Stefan Hösl am Samstag um 17 Uhr im Aufgebot der Ersten steht oder er seine Dienste der zweiten Mannschaft anbietet, ist eigentlich egal, seine großartige Fußballerkarriere wird voraussichtlich auch noch diese Saison überdauern.