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Rieseninteresse an Hans Meisters zweitem Filmeabend

Erst kurz vor seinem zweiten Filmabend kehrte Hobbyfilmer Hans Meister von einen Nordseeaufenthalt zurück. Rechersimer-Saal bis auf den letzten Platz gefüllt
Reuth/Röthenbach. (ang) Vor drei Jahren hatte der Reuther Hobbyfilmer Hans Meister die Idee, seine teils vor mehr als 50 Jahren aufgenommenen Filmaufnahmen aus der Heimat der breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Schon damals war die Rechersimer-Zoiglstube proppevoll, so wie auch kürzlich beim zweiten Filmabend dieser Art. Bei seiner humorvollen Begrüßung war Hans Meister die Freude ob des großen Interesses der Bevölkerung deutlich ins Gesicht geschrieben. Zum Auftakt präsentierte er eine verkürzte Version seines Alt-Reuth-Films, der bereits vor drei Jahren bei den Betrachtern toll ankam. Es zeigte sich, dass es doch immer wieder ein besonderer Moment war, wenn sich nicht wenige unter den Gästen sich selbst oder nahestehende Personen auf der Leinwand wiederfanden. Der anschließende Kurzfilm erinnerte an den Bau des Tennisheimes, wo der Kameramann unter anderem die leider schon verstorbenen Schorsch Hofmann und Kurt Greitzke beim Werkeln vor der Linse hatte. "Glückliche Heimkehr" war Hans Meisters nächster Film untertitelt, er zeigte Michael Fleischmann in dessen beruflichen Alltag als Zugabfertiger am Bahnhof Wiesau und besonders ausgiebig bei dessen großer Passion, dem Brieftaubenhobby. Fleischmanns Name war in der Region der Inbegriff in Sachen Brieftaubenzucht. Der Filmstreifen erzählte von der Arbeit und Pflege im heimatlichen Schlag, über das Einsetzen der "Rennpferde des kleinen Mannes" beim Bahnwirt mit Registrierung der Tiere und Eindrehen in die exakt abgestimmten Uhren bis zum Abtransport im speziellen Fahrzeug zum Auflassort. Eine Szene aus Hans Meisters Film "Vater ist der Beste" zeigt Josef Rüger mit Sohn Dieter beim Spiel mit der elektrischen Eisenbahn. Bild: angIn Meisters Film war dies das 700 Kilometer entfernte Rotterdam und der spannenste Teil jedes Brieftaubenzüchters, die glückliche Heimkehr, war ebenso "meisterhaft" in Bild und Ton festgehalten. Und - Michael Fleischmanns Tauben standen auch an diesem Tag ganz oben in der Siegerliste. Hans Meister erzählte dazu, dass der Züchter einmal nach einem Schlechtwetterflug den Ausfall eines seiner besten Tiere registrieren musste. Einige Tage später kehrte die Edeltaube dennoch mit einer Nachricht am Bein zurück, ein tschechischer Züchter hatte das ihm zugeflogene und völlig entkräftigte Tier aufgerichtet und wieder auf die Reise geschickt - wahrlich eine "Glückliche Heimkehr".

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Besucher den vor 55 Jahren entstandenen Streifen "Vater ist der Beste". Regiesseur Hans Meister, Kameramann Gerhard Zahn und weitere gemeinsame Freunde als Beleuchter und Berater setzten im Hause Rüger in Drahthammer ihr vorab ausgearbeitetes Drehbuch in einen tollen Spielfilm um. Dieser zeigte Vater Josef Rüger und dessen Sohn Dieter mit deren sehenswerten elektrischen Eisenbahn-Modellanlage. So mancher Betrachter fühlte sich in seine Kindheit oder der Freizeitgestaltung mit dem eigenen Nachwuchs zurückversetzt. Zum Abschluss des gut zweistündigen aber absolut kurzweiligen Abends zeigte Hans Meister noch eines seiner jüngsten Werke, ein in moderner HD-Qualität verarbeiteter Film über die Hütte des Eisenbahnersportvereins bei Bärnhöhe. Mit geschultem Auge rückte der Filmer dabei die Schönheiten des Steinwaldes ins rechte Licht und brachte die großen Beifall spendenten Besucher dazu, ihre wunderschöne Heimat auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.