Abbrennen von Johannisfeuer

Die Gemeindeverwaltung weist darauf hin, dass die Durchführung eines Brauchtumsfeuers/Johannisfeuers - wie jede öffentliche Veranstaltung - im Rathaus  mindestens eine Woche vorher angezeigt werden muss. (Empfohlen wird auch, die örtliche Feuerwehr zu informieren, um einen Fehlalarm zu vermeiden.)

Ein entsprechendes Formblatt für die Anmeldung eines Johannisfeuers ist im Rathaus erhältlich. Die Durchführung eines nicht angezeigten Brauchtumsfeuers kann ordnungsrechtlich mit Bußgeld geahndet werden und wird auch vom Landratsamt Tirschenreuth wegen Verstoßes gegen das Abfallgesetz weiterverfolgt. 

Wann ist ein Johannisfeuer ein "Traditionsfeuer"? Wenn das Johannisfeuer im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit dem Sommeranfang stattfindet und es für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Feuer im rein privaten Kreis fallen hierunter nicht!

Sicherheitsabstände! Halten Sie wegen Rauch, Hitze und Funkenflug ausreichend Sicherheitsabstand zu Gebäuden und Bäumen (mindestens 50 Meter) und zu Wäldern und Straßen (mindestens 100 Meter) ein.

IMMER zu beachten:
- Das Feuer ist ständig unter Aufsicht zuhalten.
-  Bei starkem Wind ist das Feuer zu löschen.
-  Bei Verlassen des Ortes müssen Feuer UND Glut erloschen sein.
-  Übrig gebliebenes Brennmaterial ist - wie sonstiger Abfall - wieder mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.


Bei aktueller Waldbrandgefahr/Trockenheit (siehe Fernseh-, TV-Nachrichten bzw. Internet www.dwd.de) ist auch ein bereits angezeigtes Johannisfeuer verboten!

Brandgefahr vermeiden! Wählen Sie den Platz für eine Feuerstelle so, dass keine Brandgefahr für die Umgebung entstehen kann. Plötzlich hochschlagende Flammen oder Funkenflug können einen Waldbrand auslösen oder eine trockene Wiese in Brand setzen. Vom Anbrennen bis hin zum vollständigen Erlöschen der Glut darf das Johannisfeuer nie unbeaufsichtigt sein. Bitte immer den Funkenflug im Auge behalten, um unkontrollierte Brände zu vermeiden. Notfalls muss das brennende Johannisfeuer gelöscht werden. Halten Sie eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst frei.

Keine Sperrmüllentsorgung! Verwenden Sie als Brennstoff für das Feuer nur trockenes, unbehandeltes Holz. Zur Erhöhung der Flammenintensität sind natürliche Materialien, wie z. B. harzreiche Hölzer zu verwenden. Keinesfalls dürfen lackiertes, gestrichenes oder lasiertes Holz (z. B. alte Fenster, Möbel etc.), behandelte Paletten, Zäune, Span- und Faserplatten oder gar Kunststoffe oder Reifen verwendet werden! Zum Anbrennen dürfen auch keine Treibstoffe oder Altöle zum Einsatz kommen! Hier empfehlen wir trockenes Reisig oder Stroh. Die Verbrennung von Abfällen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld geahndet wird!

Tierschutz! Die aus Reisig bestehenden Haufen, die beim Johannisfeuer abgebrannt werden, sind auch Zufluchtsmöglichkeiten für eine große Anzahl von Tieren. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, wildlebende Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten. Daher empfehlen wir die Brennmaterialien erst am Tag des Johannisfeuers aufzuschichten bzw. durch Umschichten unmittelbar vor dem Abbrennen sicher zu stellen, dass sich keine Tiere und Vögel mehr im Brennholz aufhalten.

Der Tag danach! Nachdem alles hoffentlich harmonisch und reibungslos vorübergegangen ist, sollte nicht vergessen werden, dass die Reste des Brandes beseitigt werden müssen. Auch sonstige Hinterlassenschaften wie Flaschen, Dosen, Zigarettenkippen etc. sind aufzusammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Abfalltrennung dabei bitte nicht vergessen!